WDR beleuchtet auch dunkle Seiten des Sports
05.09.2010 | 20:12 Uhr 2010-09-05T20:12:00+0200
Essen.Die WDR-Sendung „sport inside“ beleuchtet die Hintergründe und dunklen Seiten des Leistungssports.
Quote, Quote über alles. Im Fernsehen sind Marktanteile für Programmplaner das Maß der Dinge. Publikumszuspruch dient als Erfolgsnachweis bei Werbekunden und Gebührenzahlern. Umso mehr zählt es, wenn sich die Öffentlich-Rechtlichen trauen, unbequeme Themen auch jenseits des Quotendrucks zu bearbeiten. Die hintergründige WDR-Sendung „sport inside“ steht als Parade-Beispiel dafür. Dieser Tage feierte sie ein kleines Jubiläum: ihre 100. Ausgabe.
Sport weckt Ehrgeiz
Sport dient, wie kein anderer Bereich, als sozialer Kitt der Republik. Er verspricht auch und gerade Menschen aus bildungsfernen Schichten sozialen Aufstieg. Sportlicher Erfolg rechnet sich in barer Münze und in sozialer Achtung. Sport weckt Ehrgeiz bei Aktiven und Trainern, Managern und Verbandsfunktionären. Zugleich weckt der Kampf um Millimeter und Millionen, Punkte und Prestige auch Emotionen bei den Fans. Denn Top-Sportler verwirklichen das, wovon ihre Unterstützer nur träumen können. Sport bringt Lichtgestalten hervor, und viele Medien huldigen ihnen nur allzu gern.
Nur ungern wird allerdings zur Kenntnis genommen, dass Sport auch eine dunkle Seite hat. Das gilt für Betrug durch Doping wie für Wettmanipulation. Dabei gehört Schmu im Sport genauso aufgedeckt wie Verfehlungen in jedem anderen Bereich der Gesellschaft.
Das WDR-Magazin „sport inside“, im deutschen Fernsehen einzigartig, stellt sich dieser Aufgabe. Es fängt da an, wo das wegweisende Analyseformat „Sportspiegel“ aufhörte – wenn auch mit einer kleinen Redaktion ohne formellen Chef und auf einem ungünstigen Sendeplatz am späten Montagabend. Zwei Redakteure immerhin und eine größere Zahl freier Berichterstatter sprechen von dem, was Kollegen anderer Sendungen bestenfalls mit kargen Worten würdigen, wenn überhaupt.
Redaktion deckt perfide Tricksereien auf
Dass der „Sportschau“-Ableger einen Fall perfider Trickserei von Doping-Kontrolleuren im Handball aufdeckte, war kein Zufall. Dahinter steckt System, die beharrliche Wühlarbeit einer kleinen, aber effektiven Truppe. Dabei beließ es die Redaktion nicht beim Beschreiben der Zustände. Stattdessen rang sie der Expertin Sylvia Schenk eine Forderung mit Nachrichtenwert ab: Sie will dem überforderten Sport die Zuständigkeit für Aufklärung und Ahndung von Doping entziehen. Von staatlicher Aufsicht verspricht sie sich mehr Wirkung.
Für die Wirksamkeit des 30-Minuten-Magazins spricht die clevere Argumentation der Beiträge. Die Rechnung geht auf, weil die federführenden Sport-Insider Ulrich Loke und Reiner Lefeber jedem Beitrag rund zehn Minuten spendieren – ungewöhnlich viel Zeit in der immer hektischeren TV-Welt. Dass „sport inside“ mit einem Porträt von Magath im Zirkus Schalke und einer Hommage an die vor 40 Jahren verstorbene Formel-1-Legende Jochen Rindt auch mal nur solide Beiträge abliefert, sei der Redaktion verziehen.
Selbst bei Standard-Themen geht sie, im Vergleich zu vielen Hurra-Kollegen, härter ran: Spitzensport, so die Botschaft, ist ein knallhartes Geschäft, in dem Gier zuweilen alle Bedenken wegwischt und der Begriff Sportsfreund ein Widerspruch in sich ist. Verwunderlich ist, dass „sport inside“ noch keinen Preis wert war.
07:05
Die Überschrift und das Bild: typisch WAZ kn man da wirklich sagen.
Ist der Ruf (Schalke-Hetzerblatt und Revolverblatt des BVB) erst einmal ruiniert lebt es sich als WAZ ganz ungeniert...
14:13
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12:47
Eigenlob stinkt! Wer sich in dieser übertriebenen Form selbst lobt, hat es nötig.
Doch statt sich selbst zu loben, sollte sich der Ableger der Sportschau mal im eigenen Hause umschauen. Da überträgt die ARD ein Fußball-Länderspiel und zu hören bekommen wir fast nur Lobhudeleien über den Buli-Marktführer. Und nach dem Spiel werden Klose, Lahm, Schweinsteiger, Müller und van Buyten interviewt. Spielten von anderen Vereinen keine mit? Und Scholl als Pausenclown kommt natürlich immer wieder auf die Münchner zu sprechen. Da witzeln schon manche, dass die Bayern in der ARD bald 100% erreichen werden ... wenn Uli Hoeneß Beckmann ablöst.
Die Bayern immer wieder zu erwähnen und herauszustellen macht diesen Verein interessanter als andere und bringt vor allem eines: Geld, Umsatz, Sponsoren. Kann dies der öffentlich-rechtliche Auftrag der ARD sein? Sicher nicht, deshalb: sport inside übernehmen sie, machen sie die Geschmäckle-Berichterstattung, den Lobbyismus der ARD zugunsten des Marktführers deutlich. Vielleicht wacht dann auch mal der Fernsehrat auf.
08:01
Der Bericht wird nur noch von den Kommentaren unterboten.
Was der Bericht mit Schalke zu tun hat, ist rätselhaft. Der Beginn Quote, Quote über alles ist jawohl eine Geschmacklosigkeit sondergleichen, und der Rest ist eine Selbstbeweihräucherung der öffentlich-rechtlichen Gebührenverprasser, dass einem schlecht wird.
Ekelhaft.
00:56
Aufmacher: Dunkle Seiten des Sports und darunter der Kopf von Felix Magath. Wenn das keine Assoziatione weckt?!?
Igitt, WAZ, igitt WDR/ARD, für solch einen erbärmlichen Journalismus. Dahinter nur heiße Luft und keine Belege. Nur Boulevard-Journalismus ala BILD.
21:55
dunkle seiten
Schalke ist dabei wer auch sonst
glück ab
21:26
Ja, das sehe ich auch, aber die Redakteure bekommen ihr Geld von WAZ Medien und nicht von der Superillu.
Wann ist der letzte redaktionelle Artikel über S04 in einem Beitrag dieses Konzern erscheinen?
Ich erinne mich an die Jiubelfeier bei der Niederlage gegen Bremen. Da saß einer von WAZ Medien in der Arena und hat neben dem Spielbericht, den man überall kaufen kann, etwas über die Stimmung geschrieben.
21:05
#23 greddy
Das wird auch so bleiben, oder erwartest Du was anderes? Ist doch so gewollt.
Glückauf!
20:53
Müssen die Kommentatoren sich Jürgen Overkott mit dem Geschreibsel anschließen.
Ich vermisse immer noch den Bezug zum Artikel.
20:30
@16 Architektor, da musst Du aber etwas falsch verstanden haben. Nicht die Personalkosten liegen bei ueber 100 Mio Euro, sondern der Marktwert des Spielerkaders. Die Personalkosten sind trotz der Neueinkaeufe leicht gesunken.
Saludos und Glueckauf.