Viel Platz für Bernhard Schultze

„Das Ding auf dem Stuhl“ heißt die Farbplastik von Bernard Schultze aus dem Jahr 1970, Teil der Schau „Bernard Schultze - Zum 100. Geburtstag“ im Kölner Museum Ludwig. Zum 100. Geburtstag des Informel-Malers Bernard Schultze (1915-2005) entdecken gleich drei Museen den Abstraktionskünstler neu. Schultze wäre am 31. Mai 100 Jahre alt geworden. In Köln, Düsseldorf und demnächst auch in Remagen (Rheinland-Pfalz) präsentieren Museen das Werk Schultzes, der neben Karl Otto Götz (101) zu den führenden Protagonisten der abstrakten Malerei der Nachkriegszeit zählte. Zusammen mit K.O. Götz und anderen gründete Schultze 1952 die Künstlergruppe Quadriga.

Im Kölner Museum Ludwig wird ab Samstag das Frühwerk, die Informel-Phase der 50er Jahre und das farbgewaltige Spätwerk Schultzes auf monumentalen Leinwänden gezeigt. Das Museum verfügt über einen großen Teil des Nachlasses von Schultze. Im Düsseldorfer Kunstpalast läuft bereits eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Kemp. Im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist ab 19. Juni eine große Retrospektive zu Schultze zu sehen.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa