Verdächtiger wollte nach Kunstraub in Rotterdam Meisterwerke verbrennen

An dieser Stelle hing ein Gemälde von Henri Matisse, das bei dem Kunstraub in Rotterdam am 16.10.12 gestohlen wurde.
An dieser Stelle hing ein Gemälde von Henri Matisse, das bei dem Kunstraub in Rotterdam am 16.10.12 gestohlen wurde.
Foto: AFP
Was wir bereits wissen
Ein Mann, der verdächtigt wird, am Kunstraub aus der Rotterdamer Kunsthalle beteiligt gewesen zu sein, wollte offenbar Gemälde verbrennen. Das sagte ein Staatsanwalt in Rumänien, wo die Verdächtigen in Haft sind. Im Oktober 2012 waren in Rotterdam Meisterwerke von Picasso, Matisse, Gaugin und Monet im Wert von 50 bis 100 Millionen Euro gestohlen worden.

Bukarest.. Einer der Männer, der am spektakulären Bilderraub aus der Rotterdamer Kunsthalle beteiligt gewesen sein soll, wollte die wertvollen Gemälde anscheinend verbrennen. Dies sagte die Staatsanwaltschaft am Freitag im rumänischen Bukarest vor Gericht, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Die Meisterwerke im Wert von 50 bis 100 Millionen Euro - darunter Bilder von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Gauguin und Claude Monet - waren in der Nacht vom 15. zum 16. Oktober 2012 aus dem Rotterdamer Museum gestohlen worden. Am Montag waren in Bukarest drei Tatverdächtige verhaftet worden.

Ob die Bilder nun in Sicherheit seien, wollte die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht sagen. Vor Gericht hatte der Staatsanwalt gesagt, einer der Tatverdächtigen habe gemerkt, dass die Gemälde nicht zu verkaufen seien. Deswegen habe er einem Komplizen am Telefon gesagt: „Wir sollten sie (die Bilder) lieber verbrennen.“ Die Ermittler hätten dieses Gespräch abgehört.

Kunstdiebstahl Bei den gestohlenen Werken handelt es sich um „Tête d’Arlequin“ (1971) von Pablo Picasso, „La Liseuse en Blanc et Jaune“ (1919) von Henri Matisse, „Waterloo Bridge, London“ (1901) und „Charing Cross Bridge, London“ (1901) von Claude Monet, „Femme devant une fenêtre ouverte, dite la Fiancée“ (1888) von Paul Gauguin, „Autoportrait“ (zirka 1889-1891) von Meyer de Haan sowie „Woman with Eyes Closed“ (2002) von Lucian Freud. (dpa)