Van Morrison

Wenn Sangeskünstler älteren Datums nicht mehr recht wissen, was sie noch herausbringen sollen, dann gehen sie gern auf Nummer sicher: Sie greifen auf ihr umfangreiches Repertoire zurück, laden sich ein paar prominente Gäste ein und zimmern daraus ein Duett-Album. Das verkauft sich immer gut.

Bei einem wie Van Morrison allerdings kommt selbst bei solchen Unternehmungen immer noch Hörenswertes heraus. Vielleicht weil er seine alten Songs nicht einfach abarbeiten, sondern ihnen neu begegnen will. Darum auch nimmt er sich hauptsächlich weniger bekannte Stücke vor und entfacht bei vielen frisches Feuer – bei „Carrying a Torch“ beispielsweise mit Clare Teal, bei „Streets of Arklow“ mit Mick Hucknall oder bei „Born to Sing“ mit Chris Farlow. Keine Verlegenheitslösung also, mehr eine echte Entdeckung.

Van Morrison: Duets – Re-Working the Catalogue (RCA/Sony). Ca. 13 Euro

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