Modellbahn-Anlagen
Urlaubsgrüße aus Liliput
21.07.2010 | 14:50 Uhr 2010-07-21T14:50:00+0200
Wen es in der Ferienzeit nicht in die Ferne zieht, der kann auch vor der eigenen Haustür einiges erleben: In Oberhausen und Gelsenkirchen gehen kleine Züge jetzt täglich auf große Fahrt - auf zwei der größten Modellbahnanlagen des Landes.
Mag so mancher Bahnkunde beim Stichwort ICE derzeit auch in Schweiß ausbrechen – für den kleinen Leon ist der weiße Schnellzug an diesem Montagmorgen erste Wahl. Der Grundschüler muss freilich auch keine strapaziöse Reise antreten, sondern darf in der Miniaturwelt Oberhausen Lokomotivführer spielen. Mit dem Regler in der Hand und einem Strahlen im Gesicht lässt er den Mini-ICE über das Gleisnetz der Mega-Modelleisenbahn am Oberhausener CentrO sausen und jauchzt: „Guckt mal, wie der rast!”
Auch wenn in den Kinderzimmern des 21. Jahrhunderts längst die PCs regieren, hat der Schienenverkehr im H0-Maßstab seine Faszination also noch nicht verloren. Und genau darauf setzen die neuen Betreiber der im letzten Jahr in die Insolvenz gedampften Schauanlage, die auf 400 qm ein Modell des Ruhrgebiets der 60er Jahre präsentiert. „Wir wollen jetzt verstärkt Familien ansprechen, und nicht nur die eingefleischten Modellbahn-Freaks”, erläutert Betriebsleiterin Linda Böttner das neue Konzept.
Miniaturwelt Oberhausen (Zum Aquarium 2), in den Ferien tägl. 10-19 Uhr geöffnet; 6,90 € (bis 16 J.: 3,50 €, bis 6 J.: 1 €), sa. & so.: 7,90 € / 4 € / 1,50 €. miniaturwelt-oberhausen.de
Der Deutschland Express Gelsenkirchen (Am Bugapark), in den Ferien tägl. 10-18 Uhr geöffnet; Eintritt: 6,90 € (Ki. bis 16. J. 4 €, bis 6 J. 1 €). der-deutschlandexpresss.de
Kombitickets OB & GE: 12 €
In der schulfreien Zeit buhlt man in der Miniaturwelt Oberhausen deshalb mit einem Sonderprogramm um die Kids: Mittwochs können kleine Gäste unter Anleitung einen Gebäudebausatz zusammenkleben und mit nach Hause nehmen; montags haben Kinder wie der kleine Leon freie Fahrt auf der Gaststrecke. Und die ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Oberhausener Anlage: „Eigenhändig einen Zug über die Anlage steuern, das kann man sonst nirgendwo”, so Linda Böttner stolz. Für 3,50 € bekommen Besucher einen Handregler, dürfen sich einen Zug aussuchen und damit durch das Revier der 60er Jahre düsen. Eine echte Zeitreise – zumal, wenn man sie mit dem modernen Miniatur-ICE antritt. Die mangelnde Epochen-Authentizität stört die Kids dabei nicht im Geringsten. Linda Böttner: „Der ICE ist unter unseren kleinen Gäste der absolute Favorit und immer als erster auf der Strecke.”
Neben der Miniaturwelt Oberhausen lockt im Ruhrgebiet noch eine weitere Modellbahnanlage mit kleinen Wundern im großen Stil. „Der Deutschland Express” dreht in Gelsenkirchen bereits seit 1999 erfolgreich seine Runden – was die Betreiber auch dazu qualifizierte, im letzten Jahr die insolvente Konkurrenz aus Oberhausen zu übernehmen. Jetzt präsentiert sich die mit 700 qm noch größere Anlage im Nordsternpark als perfekte Ergänzung zur nur 12 Autominuten entfernten Miniaturwelt Oberhausen – dafür gibt's auch günstige Kombitickets. Während man am CentrO ein Mini-Ruhrgebiet erkunden kann, reist man mit dem Deutschland-Express – der Name deutet es an – von der Nordsee bis zu den Alpen.
Übrigens: Auch wenn die Miniaturwelt Oberhausen verstärkt Familien locken möchte, kommen hier natürlich auch Experten und Kenner auf ihre Kosten. Das gilt besonders ab dem 23.7.: Morgen öffnet in der Halle nämlich zusätzlich die Ausstellung „Mythos Märklin” mit zahlreichen historischen Exponaten der schwäbischen Kultmarke.
18:33
Wäre toll,wenn das faszinierende Hobby Modellbahn so neue Freunde gewinnt. Vermisse als Ergänzung in Oberhausen noch eine begehbare LGB-Gartenbahnlandschaft,mit Spielmöglichkeit der Besucher, aber vielleicht wird es ja noch was.
Leider wird für MWO ja viel zu wenig Werbung gemacht.
Gruß aus Bochum von der LGB-Station Volker Dau