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Unternehmen geben mehr Geld für Kulturförderung aus

21.04.2010 | 17:09 Uhr
Unternehmen geben mehr Geld für Kulturförderung aus

Berlin. Deutsche Unternehmen investieren laut einer Studie immer mehr Geld in die Kulturförderung. Die Firmen geben demnach für ihr kulturelles Engagement im Durchschnitt jeweils über eine halbe Million Euro im Jahr aus.

Die deutschen Unternehmen geben einer Studie zufolge immer mehr Geld für die Kulturförderung aus. Bei 90 Prozent der Unternehmen seien die Aufwendungen für Kultur in den vergangenen fünf Jahren gestiegen oder gleich geblieben, teilte der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI am Mittwoch in Berlin mit. „Unternehmen geben für ihr kulturelles Engagement im Durchschnitt jeweils über eine halbe Million Euro im Jahr aus“, sagte der Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, Stephan Frucht. Der Großteil der Unternehmen gehe zudem davon aus, „dass dieses Engagement eher ausgeweitet wird, in jedem Fall aber stabil bleibt“.

Die bundesweite Untersuchung „Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland“ schließt den Angaben zufolge eine Datenlücke, da Zahlen bislang vorwiegend für die Kulturförderung der öffentlichen Hand vorlagen. Für die Studie, die am Mittwoch dem Deutschen Bundestag übergeben wurde, wurde das kulturelle Engagement von 265 Unternehmen untersucht.

Imagegewinn und gesellschaftliche Verantwortung

Die Mehrheit der Unternehmen (73 Prozent) unterstützt demnach langfristig, über mehrere Jahre hinweg. 92 Prozent gaben an, vor allem aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus Kunst und Kultur zu fördern. Auch der Imagegewinn, der sich für Unternehmen aus dem kulturellen Engagement ergibt, spielt mit 79 Prozent eine große Rolle. Empfänger beziehungsweise Partner der unternehmerischen Kulturförderung sind in erster Linie Kulturinstitutionen (71 Prozent) sowie Vereine im Kunst- und Kulturbereich (62 Prozent).

Insgesamt belaufen sich die durchschnittlichen Ausgaben eines Unternehmens für die Kultur im Untersuchungsjahr 2008 auf rund 634 000 Euro. Frucht sagte: „Die Vielseitigkeit des Kulturstandortes Deutschland wird nicht alleine durch den Staat gewährleistet.“ Auch die private Seite, insbesondere die Unternehmen, aber auch Kirchen, Verbände, Gewerkschaften, Stiftungen und Vereine seien für die kulturelle Infrastruktur von großer Bedeutung. (ddp)

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