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Und plötzlich ist Laura weg

06.05.2008 | 19:00 Uhr

NAVIGATOR Inge Meyer-Dietrich Eine Aussteiger-Story: Laura verlässt das elterliche Haus, weil sie den bitteren Dauerstreit von Vater/Mutter nicht mehr ertragen kann. ...

... Sie haut ab, zieht in eine Nachbarstadt, lernt eine WG kennen, trifft dort mit dem irgendwie geheimnisvollen Aki zusammen. Eine große junge Liebe beginnt. Doch die ist eigentlich nur Nebensache in dem Roman "Bin noch unterwegs" von Inge Meyer-Dietrich (Ravensburger Verlag, 251 S., 12,95 E). Die Gelsenkirchener Autorin, die so kompetent über Jugendprobleme schreibt, schickt ihre Heldin auf eine Erfahrungsreise: Laura findet über den Umweg, mit fremden Menschen und mit einer völlig verqueren Situation klar zu kommen, zu sich selbst. Ein Reifeprozess, schmerzlich, voller Hoffnungen und auch Enttäuschungen, letztlich jedoch "nur" eine Station im individuellen Lebensentwurf. Für Laura (und ähnlich denkende, agierende junge Menschen aus diesem Roman) gilt der kleine, doch so große Satz: "Ich kann es schaffen!" Meyer-Dietrichs Roman umschifft mühelos die Schwellen von Pathos oder Praxisferne. Ihre Geschichten weilen mitten unter uns - auch bezogen auf das Ruhrgebiet. Laura wird zu unserer Freundin. HJL

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