Das aktuelle Wetter NRW 21°C
Todesfall

"Traumzauberbaum"-Komponist Reinhard Lakomy gestorben

23.03.2013 | 17:10 Uhr
"Traumzauberbaum"-Komponist Reinhard Lakomy gestorben
Reinhard Lakomy bei einer Talkshow im Jahr 2010. Jetzt ist der Komponist, Pianist und Sänger im Alter von 67 Jahren gestorben.Foto: dpa

Berlin.  Reinhard Lakomy ist tot. Der Komponist, Pianist und Sänger starb am Samstagmorgen in seinem Haus in Berlin-Pankow im Alter von 67 Jahren, wie Lakomys Familie und Management mitteilten. Lakomy war einer der bekanntesten DDR-Musiker, die Kinderlieder-Sammlung "Traumzauberbaum" sein größter Erfolg.

Der Komponist, Pianist und Sänger Reinhard Lakomy ist tot. Er starb am Samstagmorgen in seinem Haus in Berlin-Pankow im Alter von 67 Jahren, wie Lakomys Familie und sein Management mitteilten. Ort und Zeit der Beisetzung sollten demnach noch bekannt gegeben werden. Lakomy zählte zu den bekanntesten DDR-Stars. Medienberichten zufolge hatte er Lungenkrebs.

Der studierte Musiker und Komponist Lakomy hatte seine Karriere 1966 als Pianist bei dem Bandleader Klaus Lenz begonnen. Ein Jahr später begründete er das "Günther Fischer Quartett" mit. Seinen Durchbruch als Sänger feierte er 1972 mit "Es war doch nicht das erste Mal". Neben Filmmusik produzierte "Lacky" in den drei folgenden Jahren drei Alben - alle wurden Erfolge. Mit seinem Klavier, seiner kratzigen Stimme und unsentimentalen Liebesliedern brachte er einen neuen Ton ins DDR-Musikleben.

"Traumzauberbaum" verkaufte sich millionenfach

Lakomy verabschiedete sich 1977 von der Show-Bühne - aus eigenem Entschluss, weil er sich ganz der Film- und Bühnenmusik verschreiben wollte. Im selben Jahr heiratete er die Tänzerin Monika Ehrhardt. Gemeinsam mit ihr machte "Lacky" 1978 seine erste Kinder-LP "Geschichtenlieder mit Paule Platsch".

Lesen Sie auch:
Gesamtdeutscher Erfolgskünstler

Amüsant klingen seine Geschichten. Wenn Jan Josef Liefers so aus seiner Kindheit und Jugend in der DDR berichtet, muss man schmunzeln. So wurde der Abend mit „Soundtrack meiner Kindheit“ ein unterhaltsamer.

Zwei Jahre später erfindet Monika Ehrhardt die Waldgeister Waldwuffel und Moosmutzel. Die wohnen im "Traumzauberbaum" mit den Traumzauber-Blättern - und ziehen Lakomy 1980 endgültig und ganz und gar ins Kinderunterhaltungs-Metier. Insgesamt schrieb er mehr als 200 Lieder für Mädchen und Jungen. 2001 erschien "Der Traumzauberbaum 2 - Agga Knack, die wilde Traumlaus". Allein der erste Teil des "Traumzauberbaums" verkaufte sich insgesamt bis heute etwa vier Millionen Mal.

Darüber hinaus verfasste Lakomy auch Titel für andere Interpreten wie Uschi Brüning, Andreas Holm, Barbara Kellerbauer oder Michael Hansen. (dapd/dpa)


Kommentare
Aus dem Ressort
Bayreuther Festspiele eröffnen ohne Merkel, aber mit Panne
Bayreuther Festspiele
Eine Pause mehr als üblich verzeichnet Bayreuths Tannhäuser. Die Folge einer technischen Panne ist fast schon die größte Besonderheit. Eine Neuinszenierung gibt es 2014 nicht, die Kanzlerin ist bei der Eröffnung in Ferien. Und Katharina Wagner stehen schwere Zeiten bevor.
Trailer gibt ersten Vorgeschmack auf "Fifty Shades of Grey"
Roman-Verfilmung
Die Verfilmung des Erfolgsromans "Fifty Shades Of Grey" kommt zwar erst im Februar 2015 in die Kinos, doch schon jetzt gibt es einen kleinen Vorgeschmack im Internet zu bewundern. Universal hat einen ersten Trailer veröffentlicht. Die Reaktionen fallen gemischt aus.
Im Bus mit Alice Cooper - „Wacken 3D“ in der Lichtburg Essen
Konzertfilm
Drei Essener Wacken-Kenner erzählen bei der Vorpremiere des Festival-Films „Wacken 3D“ in der Lichtburg in Essen von ihren Begegnungen mit Bands wie Motörhead und Rammstein. Bei Rammstein, so erinnert sich Urgestein Stoney, sei kein Durchkommen gewesen.
"Manic Street Preachers" beneiden Deutsche um Lebensstil
Musik
„Futurology“ heißt das zwölfte Album des walisischen Rocktrios Manic Street Preachers. Sänger James Dean Bradfield ist ein Deutschlandfan – so lange es um Wirtschaft geht und nicht ums Kicken. Im Interview erzählt er über Herbert Grönemeyer und den Neid der Briten auf den deutschen Lebensstil.
"Monsieur Claude und seine Töchter" - Witz und Vorurteile
Komödie
Die französische Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter" spielt mit Vorurteilen und Provokationen und bietet prächtige Unterhaltung mit viel Hintersinn. Ganz nebenbei erweisen sich die vier Töchter des Monsieurs jede für sich als eine wahre Augenweide. Wenn bloß die Schwiegersöhne nicht wären.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos