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The Ten Tenors: Die Mannschaft ist der Star

10.03.2010 | 14:03 Uhr
The Ten Tenors: Die Mannschaft ist der Star

„The Power of Ten”: Die australische Sänger-Clique entdeckt auf ihrer aktuellen Tournee den Rock.

Zehn Tenöre gemeinsam auf der Bühne – böse Zungen behaupten, dies sei ungefähr so sinnig wie eine Fußballmannschaft, die nur aus Mittelstürmern besteht. Der Erfolg jedoch gibt den Ten Tenors recht: Seit über zehn Jahren tourt die australische Herrenriege bereits fleißig durch die Welt und sammelt reihenweise Gold- und Platin-auszeichnungen. Was Kritiker und Klassik-Puristen bemäkeln – vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis des Erfolgs. Denn seien wir mal ehrlich: Eine Mannschaft mit zehn Mittelstürmern mag strategisch unklug sein. Auf dem Rasen indes wäre eine furiose Show garantiert…

Eine selbige versprechen die Ten Tenors den Fans dann auch im Rahmen ihrer aktuellen Europa-Tournee. Wie gewohnt auf der Bühne und in Frack statt Kickermontur – dafür aber so rockig wie noch nie. „Die Show zielt auf ein energiegeladenes, maskulines, kraftvolles Singen und einen entsprechenden Sound”, erklärt der musikalische Leiter Graham Foote und verweist dabei auch auf überraschende musikalische Referenzen wie Kiss, Metallica oder Meat Loaf: „Wie es für Rockbands nichts Ungewöhnliches ist, eine sinfonische Rock-Show aufzuziehen, suchen wir umgekehrt nach einem Crossover-Weg, das Element der Rock-Symphonie stärker in die klassische Musik einzubauen.”

Info
"The Power of Ten"-Tournee

13.3. Düsseldorf (Tonhalle),

18.3. Münster (Halle Münsterland.),

7.4. Siegen (Siegerlandhalle),

9.4. Dortmund (Konzerthaus),

11.4. Schmallenberg (Stadthalle.),

12.4. Köln (Musical Dome),

13.4. Hagen (Stadthalle),

14.4. Essen (Philharmonie).

Karten (ca. 33-58 €, teilweise nur Restplätze) im TICKET-SHOP: 01805 / 280 123 sowie www.DerWesten.de/tickets.

Neben dem bekannten Mix aus Klassik-Hits und Pop-Klassikern erwartet die Ten-Tenors-Fans diesmal also auch handfeste Heavy-Kost – nicht umsonst lautet das aktuelle Tournee-Motto „The Power of Ten”. Eröffnet wird das Programm entsprechend mit einem Paukenschlag: „Thunder-struck” von den Starkstrom-Rockern AC/DC verdrängt das bekannte Bee-Gees-Medley von der Spitze der Setliste. Auch wenn die Nummer der australischen Hardrocker bei ihren Landsleuten fraglos zahmer klingt, fragt man sich, was die eher klassikaffinen Fans zum neuen Power-Programm sagen werden. Graham Foote hat da keine Bedenken: „Wir haben gezielt nach Titeln gesucht, die klassische Elemente in sich tragen – wie auch nach klassischer Musik, die sich in moderne Arrangements verpacken lässt. Denn so manche Opern-Arie von Verdi ist rhythmisch eng verwandt mit einem Rock-Beat.”

Enthemmtes Headbangen dürfte bei den Konzerten der Ten Tenors also nach wie vor eher die Ausnahme sein. Zu den weiteren neuen Titeln im Programm zählt mit Billy Joels „Lullaby” etwa auch eine echte Pop-Schnulze. Und spätestens wenn die Australier Puccinis Gänsehaut-Arie „Nessun Dorma” anstimmen, dürften auch die zarter besaiteten Fans wieder im siebten Klassikpop-Himmel schweben…

Stefan Moutty

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