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Silbermond verwandeln die Köln-Arena in intimen Club

06.12.2012 | 19:51 Uhr
Silbermond verwandeln die Köln-Arena in intimen Club
Stefanie Kloß und die Jungs von Silbermond auf der „Himmel auf"-Tour in der Köln-Arena.Foto: Thomas Brill

Köln.   Silbermond und ihre Frontfrau Stefanie Kloß könnten immer noch in jedem Underground-Schuppen als erfrischende Newcomer durchgehen: Tatsächlich aber begeisterte die Band auf ihrer „Himmel auf“-Tour 9000 Fans in der Kölner Arena mit „Unendlich“, „Weiße Fahnen“ und anderen Hits. Silbermond liebt die Nähe zu ihren Fans.

Irgendwo, tief innen drin, steckt in Stefanie Kloß noch die 18-Jährige aus Sachsen, die in einem kleine Club auftritt und wohlwollend bis warmherzig empfangen wird. Von 50 Zuhörern. „Wie viel Underground passt in die Arena?“, fragt die Silbermond -Frontfrau die Menge, die sich im Innenraum drängelt und dicht an dicht die Ränge belegt.

Silbermond liebt die Nähe zu den Fans

Stefanie KloßFoto: Thomas Brill

So unglaubwürdig es auch klingt – Silbermond-Sängerin Kloß und ihre Mitstreiter Johannes Stolle (Bass), Thomas Stolle (Gitarre, Klavier) und Andreas Nowak (Schlagzeug) vollbringen das Kunststück, in der Arena über fast zwei Stunden hinweg die gleiche Intimität aufzubauen, wie in einem Club. Das liegt nicht nur an den 15 Stücken, darunter „Unendlich“ und „Weiße Fahnen“ in einer unplugged-Version, und den vier Zugaben, sondern vor allem daran, dass Silbermond eine Band ist, die von der Nähe zu den Fans lebt. Ohne Berührungsängste, ohne Stardünkel. Trotz aller Erfolge mischen sich die Brüder Stolle noch immer unters Publikum und Stefanie Kloß lässt sich auf hocherhobenen Armen durch die Halle tragen.

Dass es sich bei Silbermond aber schon lange nicht mehr um eine Schülerband aus Bautzen handelt , die sich Stück für Stück nach oben arbeitete, verbesserte und neu formierte – ganz ohne Casting-Show, Profi-Coaching und Medien-Hype – macht nicht allein der Ort deutlich. Sondern auch dessen Bewachung. Zehn Securitykräfte flankieren den Laufsteg zur Rundbühne im Innenraum, zwei Männer mit Headsets patrouillieren beständig im Graben vor der Bühne.

Iphones, Feuerzeuge und Wunderkerzen bei Silbermond

Kloß nutzt den Laufsteg oft und ausdauernd, und das mit einer Unbeschwertheit, als wäre das der Weg, der zum Spielplatz führt. Begeistert tun die Fans alles, was die 28-Jährige, immer noch der Typ „Nettes Mädchen von Nebenan“, von ihnen verlangt. Zählen „1, 2, 3, 4“, recken ihre Arme hoch in die Luft und verwandeln bei der letzten Zugabe, „Krieger des Lichts“, die Arena in einen Funkelperlenpalast – mit Iphones, Feuerzeugen, Wunderkerzen, Handys und allem, was sonst noch zu leuchten vermag. Ein wunderschönes Bild, das viele Silbermond -Fans mit nach Hause nehmen.

Silbermond im domicil

 

Susanne Schramm

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