Sigourney Weaver erklärt, warum sie an Aliens glaubt
07.08.2012 | 18:47 Uhr 2012-08-07T18:47:00+0200
Essen. Sigourney Weaver hob vor 30 Jahren mit ihrer Rolle in Ridley Scotts „Alien“ das All-Grauen aus der Taufe – jetzt klärt sie in unseren Kinos als skeptische Wissenschaftlerin in „Red Lights“ Phänomene auf, die als paranormal galten. Ein Gespräch über Aberglauben, Superheldinnen und Kanzlerin Merkel.
Vor 30 Jahren schrieb sie mit ihrer ersten Rolle Kinogeschichte – im Science Fiction-Klassiker „Alien“ von Ridley Scott wurde Sigourney Weaver zum ersten weiblichen Action-Helden Hollywoods. Ihr komödiantisches Talent zeigte sie „Die Waffen der Frauen“ oder „Ghostbusters“. Glänzende Kritiken bekam sie für dramatische Rollen in „Der Eissturm“ oder „Gorillas im Nebel“. Nach dem pompösen Spezialeffekt-Spektakel „Avatar“ von „Titanic“-Regisseur James Cameron gibt die Weaver nun in „Red Lights“ die skeptische Wissenschaftlerin, die paranomale Phänomene entlarvt.
Ist es Ihnen nicht ein bisschen unheimlich, wie sehr Sie von allen Seiten verehrt und gemocht werden? Eine kleine Prise Kritik wäre doch sicher abwechslungsreich?
Sigourney Weaver: Danke für die Blumen, aber ganz so ist es mit dem geliebt werden ja nicht. Ich bekomme durchaus reichlich Kritik.
Ihr neuer Film „Red Lights“ startet gleichzeitig mit „Prometheus“ in den Kinos - wie finden es, dass Sie dem „Alien“-Papa Ridley Scott nun Konkurrenz machen?
Weaver: Beide Filme sind ja sehr unterschiedlich. Ich finde, die Zuschauer sollten sich unbedingt beide Filme anschauen! (lacht)
Sind Sie nicht traurig, dass Sie nicht an Bord der „Prometheus“ gingen - immerhin war es Ihre Idee, dass die Aliens auf einem neuen Planeten gefunden werden sollten…
Weaver: Das war eher eine gemeinsame Idee. Es liegt nahe, dass dieses Prequel bei den Ursprüngen beginnt und nicht mehr im Weltall spielt. Ich bin begeistert, was Ridley geleistet hat und welche wunderbaren Bilder er bietet. Beim Anschauen war mir in jeder Szene sofort klar, was in seinem Kopf vorgegangen ist. „Prometheus“ ist ein ganz neuer Ansatz, aber er wird den „Alien“-Filmen sehr gerecht. Für mich ist das ein faszinierendes Erlebnis.
Warum haben Sie nicht anheuert bei dieser Expedition?
Weaver: Diese Option gab es für mich nicht, zudem habe ich viel zu tun. Wobei ich die Idee für ein Prequel prinzipiell keineswegs uninteressant finde. Nicht nur Ridley, auch Noomi und Michael Fassbender haben eine wunderbare Leistung geboten - aber die Zuschauer sollen unbedingt auch „Red Lights“ anschauen! (lacht).
Sie geben dort die skeptische Wissenschaftlerin, die paranormale Phänomene entlarvt. Glauben Sie an Übersinnliches?
Weaver: An übersinnliche Phänomen glaube ich nicht. Dabei wäre ich eigentlich ziemlich leicht zu überzeugen, schließlich setzt man als Schauspielerin seine Vorstellungskraft immer und überall ein. Faszinierend finde ich die Kernaussage von „Red Light“: Das Bedürfnis der Menschen nach übernatürlichen Dingen ist so enorm, dass sich viele nur allzu gerne auf dieses Wunschdenken einlassen.
Sind Sie wenigstens ein bisschen abergläubisch?
Weaver: Abergläubisch bin ich sehr, ich komme schließlich vom Theater. Dort würde nie jemand unter einer Leiter hindurch gehen, weil das Pech bringt. Auch ich öffne meinen Regenschirm immer erst, wenn ich bereits im Freien bin. In solchen Dingen benehme ich mich wirklich wie ein Kind.
Wenn schon nichts Überirdisches, wie steht es um die Außerirdischen? Glauben Sie an Aliens?
Weaver: Ich glaube absolut an Aliens und ebenso an Ufos. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir die Einzigen in dieser Welt sind und es ansonsten keine Ergebnisse der kreativen Kräfte in diesem Universum gibt - das wäre doch ziemlich enttäuschend. (lacht) Ich möchte furchtbar gerne noch ein Alien treffen bevor ich sterbe - ein echtes natürlich!
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Sigourney Weaver ist eine grossartige Schauspielerin, und spielte in den Alien Filmen alle an die Wand. Für Naomi Rapache sind das grosse Vorgaben. Die als Lisbeth Salander bekannt gewordene Schwedische Schauspielerin hat aber ein gutes Potenzial.
Die Einlassungen von Frau Weaver bezüglich der Verdienstsituation kann ich so nicht teilen. Letztlich hat diese an Ihren Filmen sehr gut verdient. Ausserdem kam Sie aus einer gerade nicht unvermögenden Familie. Also da war Ihre Aussage schon sehr tief gestapelt. naja, understatement as usual.