"Shadowland" - Schattenspiel-Spektakel in Essen

„Shadowland“: Faszinierende Traumwelten im Schattenreich, zu sehen noch bis zum 25. Januar im Essener Colosseum.
„Shadowland“: Faszinierende Traumwelten im Schattenreich, zu sehen noch bis zum 25. Januar im Essener Colosseum.
Foto: WP (Archiv)
Was wir bereits wissen
Das Tanzspektakel "Shadowland" gastiert jetzt in Essen. Die Illusion ist verhältnismäßig kurz. Aber es gibt sehr schöne Zugaben.

Essen.. Die Illusion ist verhältnismäßig kurz - und heftig: Kaum 70 Minuten dauert die „Shadowland“-Vorstellung, dann ist alles - bis auf ein paar sehr, sehr schöne Zugaben - schon wieder vorbei. Wer allerdings im Publikum auf eine durch und durch verträumte Phanasiereise gesetzt hat, wird ein wenig enttäuscht. Das Schattenspiel-Spektakel wurde zwar in seiner Handlung von dem Kinderbuchautor Steven Banks („SpongeBob“) entworfen, steckt aber voller Alptraum- und Horrorvisionen.

Ein Mädchen wandelt sich im Schlaf zu einem Hundewesen und wird auf seinem Weg durch die Welt von vielen anderen Fabelfiguren verfolgt und gepeinigt. Kannibalen und Jäger, Tierquäler und andere hetzen im Schattenreich die so unglücklich verzauberte Kreatur, die immerhin unter Wasser und andernorts auch ein paar ausgleichende Streicheleinheiten erhält.

Seit sechs Jahren auf Welttournee

Zwischen den artistisch und tänzerisch gekonnt inszenierten Schattenbildern hinter einer riesigen Leinwand treten die Akteure zwischendurch auch immer wieder hervor, quasi ins reale Bühnenleben.

Die amerikanische Kompanie „Pilobolus“ ist seit sechs Jahren mit ihrem „Shadowland“-Spiel mehr oder weniger ununterbrochen auf Welttournee. Die Mischung aus hervorragender Akrobatik, professioneller Tanzkunst und verblüffender Choreographie füllt noch immer die Unterhaltungshallen.

Ein wahres Figuren-Feuerwerk

Aus dereinst kindlichen Fingerschattenspielen wird in „Shadowland“ eine mitunter wirklich betörend innovative Phantasiewelt. Die beteiligten Tänzerinnen und Tänzer formen sich dabei einzeln wie auch in Gruppen zu immer neuen Wesen und Gebilden. Der Zuschauer darf sich einlassen auf ein regelrechtes Figuren-Feuerwerk, das sich in Sekundenschnelle verblüffend zusammenfügt, um auch schon wieder im nächsten Bild völlig verändert neu zu erscheinen. Wie menschliche Scherenschnitte muten die Bilderfolgen dabei an. Sehenswert in jedem Fall.