Schokolade zum Frühstück

Schoko-Hase und Hefezopf, Rührei und Marmorkuchen: Ostern ist ja wie Weihnachten für die Röllchen, also ran an den Speck – und her mit dem Obst. Doch als wir gerade so in den ersten Apfel des Tages beißen wollen, erreicht uns per federleichter elektronischer Post Werbung für ein gewichtiges neues Werk auf dem Diätmarkt: „Früchtewampe“ heißt es. Die Autorin will darin zeigen, dass der „unkritische Obstkonsum“ Probleme birgt. Denn: „Fruchtzucker macht dick, alt, krank, abhängig und kann üble Blähungen verursachen.“ Dagegen helfe eine „rohkostarme“ Ernährung.

Da legen wir doch flugs den Apfel wieder weg, verlassen uns ganz aufs Bauchgefühl und befreien den Hasen von seiner Goldfolie, auf dass er uns aus dem vormittäglichen Formtief befreit. Und trösten uns mümmelnd mit Roald Amundsen, der es als Erster zum Südpol schaffte: „Wir haben die Strapazen nur überlebt“, soll er später gesagt haben, „weil wir genug Schokolade dabei hatten.” Ob als Tafel oder Tier, ist leider nicht überliefert.