Runder Tisch zur Sammlung der WestLB

Düsseldorf..  Im NRW-Kulturministerium tagt heute zum ersten Mal der Runde Tisch zum Verbleib der Kunst- und Instrumentensammlung der Portigon AG als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen Landesbank WestLB. Die von Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) einberufene Runde mit Finanzminister Walter-Borjans (SPD), den Chefs von Westspiel und Westlotto und Kunstexperten berät über den künftigen Umgang mit Kunst aus landeseigenen Unternehmen. Derweil wurde die Liste der Werke bekannt, um die es bei der Liquidierung der WestLB-Nachfolgerin Portigon geht. Darauf sind gut 380 Objekte verzeichnet. Der Versicherungswert der Sammlung beträgt überraschend geringe 28 Millionen Euro. Die Werke sind auf drei Standorte aufgeteilt: London (78), New York (33), Düsseldorf (272).

Die Werke mit den höchsten Versicherungssummen sind Giovanni di Paolos Bildtafeln, die als Leihgabe im LWL-Museum für Kunst und kultur in Münster hängen (6 Millionen Euro), Paul Signacs Gemälde „Constantinople. Yeni Djani“ (4 Mio Euro) August Mackes „Mackescher Garten“ (2,5 Mio Euro), Eduardo Chillidas Skulpturen „Diàlogo - Tolerancia“ (am Rathaus von Münster, 2 Mio Euro). Morris Louis „Stripes (Gamma Epsilon)“ (1,2 Mio Euro) sowie Günther Ueckers „Loose the Paradise“ (1 Mio Euro).

Die Sammlung enthält weitere Werke etwa von Emil Nolde, Max Ernst, Fernando Botero, Max Bill, Imi Knoebel, Thomas Schütte, Bernard Schultze sowie Foto-Arbeiten von Thomas Struth, Wolfgang Tillmans und Candida Höfer.