Ruhrkunstmuseen erwarten Anschlussförderung

Bochum..  Im Kulturhauptstadtjahr formierten sich 20 Kunstmuseen der Region zum Verbund der Ruhr Kunst Museen. Die Kooperation gilt als lebendiger Beweis für die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Ruhr.2010. Jetzt stehen Veränderungen an.

Es geht ums Geld. Das Förderprogramm des Landes NRW und der Europäischen Union ist im September ausgelaufen, 800 000 Euro standen zur Verfügung, ergänzt von jährlich 3000 Euro aus den jeweiligen städtischen Etats. Das soll aber nicht das Ende der Zusammenarbeit sein, dafür war sie zu erfolgreich. „Die aufgebauten Strukturen sind inzwischen gefestigt, so dass die Zusammenarbeit viel passgenauer ist. Es wurde ein Finanzierungsmodell entwickelt, das die nächsten Monate abdecken soll. Zur Jahresmitte ist dann eine Anschlussförderung durch das Land und die EU möglich“, sagt Hans Günter Golinski, Museumsdirektor in Bochum und Sprecher der Ruhr Kunst Museen. Sollte die Förderung genehmigt werden, könnten 2016 neue Mittel fließen.

Für Golinski ist die Museumskooperation vor allem eine „organisatorische und personelle Kraftleistung, die ohne den individuellen Einsatz aller gar nicht möglich geworden wäre“. Das beziehe sich nicht nur auf den gegenseitigen Austausch in Sachen Marketing oder Programmofferten, sondern auch auf die Weiterbildung und die Museumspädagogik.

Hans Günter Golinski wird in Kürze sein Amt als Sprecher aufgeben: „Ich habe das jetzt vier Jahre gemacht, mit viel Einsatz und sehr gerne, nun sind neue Akteure gefragt.“ Im Februar soll bereits eine Übergabe erfolgen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.