Renner wehrt sich gegen Peymann

Berlin..  Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) hat die Vorwürfe von Theaterintendant Claus Peymann an seiner Amtsführung zurückgewiesen. „Kein Mensch hat die Absicht, aus der Volksbühne eine Eventbude zu machen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen in keiner Sekunde davon aus, dass die zukünftige Führung der Volksbühne nicht jemanden mit Theater als Schwerpunkt hat. Im Gegenteil: Wir glauben sogar, dass das in den letzten Jahren stark reduzierte Ensemble wieder wachsen wird.“

Peymann spricht von „Super-GAU“

Unbestätigten Medienberichten zufolge plant Renner, den Direktor der Londoner Tate Gallery, Chris Dercon, zum Nachfolger des bis 2017 amtierenden Volksbühnen-Intendanten Castorf zu machen. Peymann hatte kritisiert, Renner wolle damit die einst so ruhmreiche Volksbühne zum „soundsovielten Event-Schuppen“ der Stadt machen – „ein Super-GAU“. „Peymann macht den schweren Fehler, auf Gerüchte einzugehen, die gegenstandslos sind“, konterte Renner. Offenbar müsse der 77-Jährige den Schmerz verarbeiten, ab 2017 nicht mehr Chef des Berliner Ensembles zu sein.