Raubkunst: Keine Akteneinsicht

Magdeburg..  Mit seiner Forderung nach umfassender Einsicht in die Akten der beratenden Kommission für die Rückgabe von NS-Raubkunst ist der Berliner Anwalt Matthias Druba vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg gescheitert. Das Gericht wies seine Klage am Dienstag ab, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Druba hatte gegen die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg und die beratende Kommission auf Akteneinsicht geklagt. „Ich will wissen, wie die öffentliche Hand zu der Entscheidung kommt“, sagte Druba am Dienstag

Druba hatte einen Erben im Fall der berühmten Plakatsammlung des jüdischen Sammlers Hans Sachs vertreten. Nach dem Krieg galt die Sammlung als verschollen und tauchte dann im Depot des Deutschen Historischen Museums Berlin wieder auf. Die Kommission votierte gegen eine Rückgabe. Nach jahrelangem Streit entschied der Bundesgerichtshof 2012, dass die Sammlung den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden musste.