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Plackerei mal drei

15.07.2008 | 18:05 Uhr
Plackerei mal drei

Aller guten Dinge sind drei. Das gilt im Sport nicht nur beim Hattrick, sondern auch beim Triathlon. Die Kombination aus Schwimmen, Laufen und Radfahren findet auch in der freizeit-Region immer mehr Anhänger. Dafür sorgen nicht zuletzt Großveranstaltungen, Spitzen-Vereine und neue Ideen.

Nächstes Highlight im Terminkalender der „Dreikämpfer”: die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Gelsenkirchener Nordsternpark, bei denen am 2. August einige der besten Triathletinnen und Triathleten der Welt um die Titel streiten. Auch das komplette deutsche Olympia-Team nutzt den Wettkampf als letzten Test vor dem Abflug nach Peking.

In ähnlich weit entfernten Gefilden findet alljährlich der bekannteste Triathlon der Welt statt: der Ironman auf Hawaii. Während die Athleten dort jedoch 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und schließlich 42 Kilometer per pedes bewältigen müssen, geht es im Nordsternpark etwas gemächlicher zu. Absolviert werden muss lediglich die so genannte „Jedermann-Distanz”.

Info
Die nächsten Triathlon-Events:

Nordstern Triathlon: 2.8., Gelsenkirchen (Grothusstr.). Programm ab 12 Uhr; Start Frauen: 18 Uhr; Männer: 20 Uhr. Eintritt frei, www.nordstern-triathlon.com

City-Triathlon: 31.8., Witten (Innenstadt). Anmeldung: www.t-t-w.de

Allgemeine Infos unter: www.nrwtv.de

Auf dem Programm stehen dabei 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Fahrrad und ein Fünf-Kilometer-Lauf zum Abschluss. Zum Thema „Jedermann” sei jedoch erwähnt: Die besten Teilnehmer werden nach knapp 50 Minuten die Ziellinie überqueren – wofür Herr und Frau Jedermann lange trainieren müssen. Das tun sie aber auch fleißig. Allein in NRW haben rund 4000 Sportler einen Startpass, der bei offiziellen Rennen als Gesundheitsausweis vorgelegt werden muss. Rund 80 Veranstaltungen gehen pro Jahr im Land über die Bühne, 2007 wurden dabei insgesamt fast 25 000 Teilnehmer gezählt – vom Kind bis zum Senior. Trainieren kann man inzwischen in mehr als 200 Vereinen, die im Nordrhein-Westfälischen Triathlon-Verband (nrwtv.de) organisiert sind.

Darunter ist auch das Asics-Team-Witten. „Im europäischen Vergleich sind wir der erfolgreichste Verein”, sagt Richard Gutt, Leiter der Spitzensportabteilung. So sind die Wittener amtierende Mannschaftsmeister der Damen- und Herren-Bundesliga; zudem haben sie mit Faris al Sultan auch den „Ironman” von 2005 im Kader.

Klein angefangen haben alle – wobei dies nicht aufs Alter bezogen ist. „Es ist zwar besser, wenn man früh mit dem Triathlon beginnt, aber auchQuereinsteiger können es weit bringen”, erklärt Gutt. „Dabei hat einNeuling die besten Chancen, wenn er vom Schwimmen kommt. Das ist die technisch schwierigste der drei Triathlon-Disziplinen”, so der Profi. „Vorteile hat man auch, wenn man zuvor einer Sportart nachgegangen ist, die einen hohes Maß an Koordination erfordert”, so Gutt. "Die beste Voraussetzung ist aber ein guter Verein.”

Und den gibt's nicht nur in Witten. „Triathlon ist in Deutschland eigentlich schon längst eine Trendsportart”, betont Gutt. „Aber wir wollen das Interesse weiter steigern – und das wird uns auch gelingen.”

Dazu beitragen wird nicht zuletzt der Nordstern-Triathlon, bei dem auch die vierte Herausforderung dieser anspruchsvollen Sportart gut nachzuvollziehen ist: der Wechsel zwischen den einzelnen Disziplinen. In Gelsenkirchen befindet sich die Wechselzone im Amphitheater, das Platz für ca. 7000 Zuschauer bietet. Das Publikum ist hier hautnah dabei.

Wer selbst aktiv werden möchte, hat dazu am 31. August die Gelegenheit: Dann findet in Witten ein Staffel-Triathlon statt – samt mobilem Schwimmbecken. „Jeder Teilnehmer kann eine Disziplin über eine kurze Distanz absolvieren”, erklärt Gutt. „Das ist zum Reinschnuppern genau richtig.” Wer auf den Geschmack kommt, kann schon mal für einen Flug nach Hawaii sparen...

Zlatan Alihodzic



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