Peters’ Inbrunst

Mit ein bisschen Glück kann man Gretchen Peters bei ihren seltenen Ausflügen nach Europa noch vor 20, 30 Leuten zuhören. Verglichen mit der Beachtung, die der US-Songwriterin zu Hause zuteil wird, ist das ein Witz. Und es sollte sich ändern. Die Frau, die inzwischen Aufnahme gefunden hat in der Hall Of Fame in Nashville, hat nämlich eine Stimme, die Steine erweicht.

Diesmal hat sich die 57-Jährige mit Koryphäen amerikanischer Rootsmusic wie dem Dobro-König Jerry Douglas zusammengetan, um ein – wie beim Titelsong „Blackbirds“ – oft düsteres Album einzuspielen. Hier singt mal eine Geige, dort mal ein Mandolinchen oder ein Akkordeon, schöne Chöre dazu, und alles sehr dezent arrangiert. Das ideale Umfeld für Peters’ klare, inbrünstige Stimme.

Besonders die enthaltenen Balladen – beispielsweise „Pretty Things“, „The House Of Auburn Street“ und „Jubilee“ – sind traumschön bis traurig.

Für Americana-Fans

Gretchen Peters: Blackbirds, Proper Records / Vertrieb: H’Art Music