„Perfekte Wahl“ – Lob zum Abschluss von Ruhr.2010
18.12.2010 | 16:59 Uhr 2010-12-18T16:59:00+0100
Gelsenkirchen.Zum Ende des Kulturhauptstadt-Jahres haben sich alle Beteiligten zufrieden gezeigt. Die Jury hätte keine bessere Wahl treffen können, als Essen zur Kulturhauptstadt zu machen“, sagte Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen am Abschlusstag.
Zum Ende des Kulturhauptstadt-Jahres im Ruhrgebiet haben sich Organisatoren und Politik zufrieden gezeigt. „Das wird heute noch mal eine ganz spannende Partie, wir haben alle Register gezogen, sagte der Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, Fritz Pleitgen, am Samstag wenige Stunden vor Beginn von Schlussveranstaltungen in Gelsenkirchen, Essen, Dortmund und Duisburg.
„Ich glaube, die europäische Jury hätte keine bessere Wahl treffen können, als Essen zur Kulturhauptstadt zu machen“, sagte Pleitgen weiter. Auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) blickte positiv auf das Jahr 2010 zurück. Es sei fantastisch gewesen. „Ich bin begeistert und das Wichtigste ist, dass die Bürgerinnen und Bürger stolz sind auf ihre Region“, sagte Kraft weiter. Das Land werde das Ruhrgebiet weiter unterstützen.
Spektakel auf Ex-Zechengelände
Mit der großen Abschlussveranstaltung, die am späten Samstagnachmittag beginnen sollte, endet das Kulturhauptstadtjahr. Hauptschauplatz ist der Gelsenkirchener Nordsternpark. Unter dem ehemaligen Förderturm, der mit dem Herkules von Markus Lüpertz ein neues Wahrzeichen der Region trägt, lässt Ruhr.2010 unter freiem Himmel die Ereignisse des Jahres in großen Bildern Revue passieren. Gil Mehmert, der Regisseur der Eröffnungsveranstaltung auf der Kokerei Zollverein, präsentiert mit einem Live-Ensemble aus Artisten, Musikern, Sängern, Schauspielern und Statisten eine filmisch inszenierte Reise entlang der Ereignisse, Orte, Gesichter und Gefühle des Kulturhauptstadtjahres. Fassade, Dach und Fördertürme des ehemaligen Zechengebäudes werden dabei zur „Bühne“ der großen Finalshow, die der WDR live im Fernsehen überträgt. Die Veranstaltung war mit 5.000 Besuchern ausverkauft.
Das Finale des Kulturhaupstadtjahres stehe für die Zukunft der Metropole Ruhr, sagte Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, kurz vor der großen Abschlussveranstaltung. „Sowohl das Land als auch der Regionalverband Ruhr haben ihre Unterstützung mit jeweils 2,4 Millionen Euro für das kommende Jahr zugesagt“, fuhr Scheytt fort. Die vergangenen „52 Flitterwochen“ hätten somit etwas Dauerhaftes hervorgebracht, sagte der SPD-Kulturpolitiker weiter. Es sei zudem ein neues Gemeinschaftsgefühl sowie ein neues Selbstbewusstsein im Ruhrgebiet entstanden.
Das Kulturhauptstadtjahr vereinte Veranstaltungen in den 53 Kommunen der Ruhrgebiets in einem Programm. Nach Angaben der Ruhr.2010 GmbH gab es mehr als 5 600 Veranstaltungen, die rund 10,5 Millionen Menschen besuchten. Stellvertretend für das Ruhrgebiet war Essen, genauso wie das ungarische Pécs und Istanbul, Kulturhauptstadt des Kontinents in diesem Jahr. 2011 tragen Tallinn (Estland) und Turku (Finnland) diesen Titel.
„Ruhr 2010“ überschattet von Loveparade-Unglück
Das „Ruhr 2010“-Jahr wurde überschattet von der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade am 24. Juli. Die Technoparade war ins Veranstaltungsprogramm des Hauptstadt-Programms aufgenommen worden. Bei einer Massenpanik auf der Loveparade kamen 21 Menschen zu Tode, mehr als 500 wurden verletzt. (dapd)
11:00
Klasse Veranstaltungen! Und die bleiben hoffentlich nicht die letzten dieser Art.
Die Ruhr2010 hat gezeigt, dass das Ruhrgebiet kulturell mithalten kann.
Wer sich dazu hier negativ äußert, hat sicherlich an keiner der Veranstaltungen teilgenommen und ist anscheinend auch kulturell wenig interessiert. Aber meckern...
Es ist toll, dass Dank der vielen Freiwilligen so etwas zustande gekommen ist, das so eine große Anzahl Freiwilliger dafür ihre Freizeit geopfert haben und mitgemacht haben!
09:55
Wenn ich an HERKULES denke hab ich von Kultur die Nase voll
02:53
Wer Ruhr2010 als Kulturveranstaltung empfunden hat, der hat echt einen an der Waffel und ist leider nicht in der Lage, seine eigene gesitige Armut zu erkennen.
Schade, So wird man in der weiten Welt den Ruhrpottler immer noch als dummen und einfältigen Menschen betrachten. Einen, den man mit einem Fressgelage auf einer Autobahn einrwden kann, dass das schon Kultur wäre.
Ich bin ein Ruhrgebietler aber distanziere mich in diesem Fall auf das Schärfste von diesem Murks namens Kulturhauptstadt Ruhr2010.
Eine extrem peinliche Sache; teuer für den Steuerzahler und ohne jeglichen Nutzen für diesen.
00:40
#5 spesenfan...
wer die tollen veranstaltungen nicht besucht hat, sollte sich die KRASSEN Kommentare lieber verkneifen
Man muss nur einmal hinschauen und wusste sofort was gemeint war. Nix Maulkorb, lieber Spesenfan, aber zu Hause vor der Kiste hocken mit ner Flasche Bier in der Hand und die Vuvuzela blasen ist zu wenig.
22:01
Lob zum Abschluss. Wer hat denn allen Ernstes etwas anderes erwartet?!
21:43
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21:39
@ Ruhrflopp2010 war eine Pleitgen :
Merkwürdigerweise hatte man mit Eintritt dieses Desasters NICHTS mehr über und von (!) Herrn Pleitgen gehört, gelesen, gesehen. In vor seiner sonst so eigenen Welt der Medien war er plötzlich abgetaucht gewesen.
Wie kommt denn das? Ich habe Herrn Pleitgen sehr wohl gesehen und gehört, wie er, fast als einziger weit und breit, Stellung bezogen hat zu dieser Tragödie. Kritik ist gut und wichtig, aber man sollte sie nicht ungerechterweise auf jemanden herunterprasseln lassen, der bereit war sofort Verantwortung zu übernehmen.
Im übrigen muss ich sagen, dass es schon sehr schade ist, wenn jedes Mal, wenn es um das Thema Kultur geht, so viele Kommentatoren nur vom Geld rden und nicht darüber, was inhaltlich geboten wurde. Es waren so viele wunderbare Veranstaltungen. Nicht nur die großen Massenveranstaltungen. Es hat so viele inspirierende Begegnungen in diesem Jahr gegeben. Jeder hatte die MÖglichkeit dazu- jeder war eingeladen zu kommen und sich umzusehen. Es war für jeden was dabei, auch für jeden Geldbeutel. Nur hingehen musste man schon von alleine. Ein bißchen Initiative muss man auch von Bürgern mal verlangen können.
Brauch ich nicht sagen viele, wenn es um Ruhr.2010 geht. Mag sein, aber geschadet hat sie auch nicht und das Geld, das dafür ausgegeben wurde war gut investiert.
19:56
ich liebe auch das ruhrgebiet,aber hasse geldverschwendung!
gut das der spuk jetzt vorbei ist.
19:38
@ #4 von ruhrstadtidiot
wer die tollen veranstaltungen nicht besucht hat, sollte sich die kommentare lieber verkneifen
Diese Art von Kommentaren haben den Charme einer Maulkorbmentalität.
Guck Du mal weiter durch Deine rosarote Brille und verschließe weiterhin Deine Augen vor der Realität.
Könnte sonst ein sehr ernüchterndes Erwachen für Dich werden!
19:24
manchmal hab ich das gefühl, dass hier nur enttäuschte und frustrierte menschen unterwegs sind.
könnt ihr nie positiv sein? ruhr2010 hat gezeigt, dass das ruhrgebiet durchaus etwas anzubieten hat. wer die tollen veranstaltungen nicht besucht hat, sollte sich die kommentare lieber verkneifen. und für die tragödie in duisburg sind die veranstalter der loveparade und herr (!) sauerland verantwortlich, da soll man das ruhrgebiet bitte nicht in den dreck ziehen!
ich liebe das ruhrgebiet und bin stolz auf ruhr2010!