Perfekt unperfekt

Anfangs halten die zwei wenig voneinander: die eigenwillige Eleanor in den zu weiten Herren-T-Shirts und der zurückhaltende Park. Doch dann entdecken die ungleichen 16-Jährigen Seiten aneinander, die sie nicht missen möchten.

Rainbow Rowell schildert in „Eleanor & Park“ eine Jugend in den USA, die Musik noch mit dem Walkman hörte. Mobbing-Opfer dürften es heute dank Facebook & Co. noch schwerer haben als Eleanor. Wie sich jedoch ein Mädchen fühlt, dem man viele Steine in den Weg legt, lässt die Autorin gut nachempfinden. Sie erzählt mal aus Eleanors, mal aus Parks Sicht. Dadurch zeigt sie Jugendlichen auch, dass Unsicherheiten oft unangebracht sind und das Verhalten anderer leicht falsch interpretiert wird. Der Autorin ist eine Teenager-Geschichte geglückt, die heraussticht. Sie zeigt, wie liebenswert das Unperfekte ist.

Rainbow Rowell: Eleanor & Park. Hanser, 360 S., 16,90 €, ab 14

Unverfälscht