Niedlich unmodern

Ihr Tonstudio haben die Geschwister Durham in einem verfallenen indischen Restaurant mitten in London eingerichtet. Alles analog, und wenn man der Musik von Kitty, Daisy & Lewis lauscht, dann hat man sofort die Assoziation: bestimmt ein bisschen rumpelkammerig.

Das Trio ist zwar im jungen Erwachsenenalter, aber ihre Liebe gilt der Musik der 1940er- und 1950er-Jahre. Eine im besten Sinne merkwürdige Melange aus Swing, Rhythm&Blues, Folk, Rock’n’Roll und sogar Reggae tischen sie einem bei ihrem dritten Studioalbum auf. Nicht unbedingt virtuos ist das, aber ausgesprochen niedlich. Mal als bluesiger Shuffle („Good Looking Woman“), mal mit betörenden Melodiebögen („Turkish Delight“), mal funky wie Stevie Wonder („Feeling Of Wonder“, da mischt auch Mick Jones mit, früher bei The Clash). Und die Singleauskopplung „Baby Bye Bye“ schrummelt so schön unmodern vor sich hin, dass sogar ein Überraschungshit für das kommende Frühjahr denkbar ist.

Mit Mitwipp-Garantie

Kitty, Daisy & Lewis: The Third, Pias Germany.

Am 12.3. sind sie im Kölner E-Werk