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Fußball-Kommentar

Nicht protestieren, weiter mitreden

14.12.2012 | 18:59 Uhr
Nicht protestieren, weiter mitreden
Fanprotest bei Borussia Dortmund. Foto: Linz

Sinnvoll ist jetzt, weiter im Dialog mit den Vereinen zu bleiben und Ziele auf diese Weise durchzusetzen

Es wird im Fußball auch weiterhin Fanproteste geben. Sollte irgendjemand über diese Nachricht allerdings verblüfft sein, muss ihm attestiert werden, dass er schon ein schönes Stück aus der Welt gedriftet ist. Das von den 36 Profivereinen verabschiedete Sicherheitskonzept passt den Fan-Bewegungen schließlich nicht in den Kram. Und außerdem fühlen sie sich weder ausreichend angehört noch beteiligt.

Absehbar ist natürlich: Ein großer Teil der Stadionbesucher wird sich vielleicht nicht sofort, aber doch schon bald einfach angeödet ausklinken. Ein kleinerer Teil der Stadionbesucher dagegen wird sich immer stärker als isoliert empfinden und sich deshalb auch immer heftiger für die von ihm als gut erkannte Sache einsetzen. Mit welchen Mitteln? Man weiß es nicht. Zu befürchten ist jedoch, dass es Mittel sein könnten, auf deren Einsatz wiederum hart reagiert werden müsste.

Dabei haben sich doch sogar die Politiker, die zwischenzeitlich populistisch Druck auf den Fußball ausgeübt haben, eigentlich unter dem Strich nur um den Erhalt der Fußballkultur bemüht. Einer durch Gewalt tatsächlich bedrohten Fußballkultur. Und ist das nicht im Sinne aller? Auch im Sinne derer, die sich jetzt zumindest in Ansätzen berechtigterweise vor die Birnen gestoßen fühlen, denen dadurch aber der Weg zum weiteren Dialog mit den Vereinen nicht versperrt ist?

Frank Lamers

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2012-12-14 18:59
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