Neustart für Clemens Sels in Neuss

Neuss..  Unter großem Besucherandrang ist das Clemens Sels Museum in Neuss mit seiner viel beachteten Symbolisten-Sammlung am Sonntag wieder eröffnet worden. Zum Internationalen Museumstag konnten die Besucher alle vier Werke von Gustave Moreau (1826-1898), dem „Vater des Symbolismus“, bewundern. In neuen Klimavitrinen können vor allem die beiden hochempfindlichen Aquarelle „Der Abend“ und „Die Sphinx“ nun über einen längeren Zeitraum ausgestellt werden.

Das Museum konnte außerdem das Spätwerk-Gemälde „Maître X“ von Moreaus Lieblingsschüler Schüler Georges Rouault erwerben, das zuvor im Familienbesitz war. Damit baute das Haus seine Sammlung zum Symbolismus aus, einer Strömung in Literatur und Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die weitgehend parallel zum Jugendstil verlief.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist der rheinische Expressionismus. Drei fragile Hinterglasbilder von Heinrich Campendonk wurden für die Wiedereröffnung von Spezialisten restauriert. Mit dem Aquarell „Kandern IV“ besitzt das Museum womöglich die letzte Arbeit von August Macke, der 1914 im Ersten Weltkrieg fiel.