Neues vom alten Surferjungen

Hagen..  Es ist ja leider unmöglich, ein neues Album von Brian Wilson zu hören, ohne die unvergänglichen Klassiker im Hinterkopf zu haben, die ihm mit den Beach Boys gelungen sind. Und wer das Spätwerk des früheren Surferjungen verfolgt hat, weiß auch, dass es bis auf wenige Ausnahmen auf „That Lucky Old Sun“ nicht viel gab, was die sonnendurchflutete Strahlkraft der guten, alten Zeiten erreichte.

Brian Wilson kann mit seinen 73 Jahren ja auch gar nicht klingen wie der junge, frische Bursche von einst, obwohl es beim ersten Song „Beautiful Day“ den Anschein hat. Es gibt stimmungsvolle, leicht melancholische Pianoakkorde und Wilsons Stimme klingt tatsächlich jung – man merkt, dass hier im Studio ordentlich geschraubt wurde. Wer diese Klangkosmetik verzeiht, mag glatt an alte Tage denken.

Bei den meisten Songs lässt sich Wilson kräftig von Gastsängern unter die Arme greifen. Und – kaum verwunderlich – die besten davon sind jene, bei denen die Mit-Beach-Boys Al Jardine, David Marks und Blondie Chaplin assistieren.