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Neues Aerosmith-Album nach elf Jahren Pause - hitverdächtig!

07.11.2012 | 18:43 Uhr
Neues Aerosmith-Album nach elf Jahren Pause - hitverdächtig!
Brad Whitford, Tom Hamilton, Steven Tyler and Joe Perry spielen vor ihrem Appartment-Altbau in Allston, Massachusetts.Foto: JESSICA RINALDIRTR

Essen.   Das erste neue Album mit eigenen Songs seit elf (!) Jahren von Steven Tyler & Co. bringt einen hübschen Flickeneppich aus Altbekanntem und Vertrautem. Und drei hitverdächtige Knaller, von denen einer mit einem selten so gehörten Groove punktet.

Was will man von der dicksten Lippe des Rock’n’Roll jenseits von Mick Jagger auch anderes erwarten als einen Album-Titel wie „Music From Another Dimension“? Selbstverständlich kommt das neue „Aerosmith“-Album, im Grunde genommen das erste seit elf Jahren („Hokin’ on Bobo“ von 2004 bestand aus lauter Cover-Versionen) nicht von einem anderen Stern, auch wenn das spacige Intro das geschickt zu suggerierern versucht. Im Gegenteil: „America ’s Got Talent“-Juror Steven Tyler und seine Jungs baden geradezu im Vertrauten, manchmal Allzuvertrauten. Immerhin: Da weiß man, was man hat.

Wie sollte man’s ihnen denn auch verdenken, dass jede Ballade nach dem Mega-Erfolg „Crazy“ irgendwie so ähnlich klingen will. Die Band spielt schließlich immer noch in Originalbesetzung. Tyler kann schließlich schlecht von seinem Timbre lassen, und die Herren Perry und Whitford toben sich an der Gitarre lieber in Up-Tempo-Nummern aus. Das läuft manchmal bedenklich auf Keith Richards zu („Oh Yeah“) oder streift auch schon mal das Dumpfbackige („Lover Alot“), wie man überhaupt gut beraten ist, nicht allzu sehr auf die üppige Phrasenschweinfütterung durch Mr. Tyler zu achten.

Aber Nummern, die so ein Album seinen Preis wert machen, sind dann doch dabei. Mit den beiden Auskoppelungen „What Could Have Been Love“ und dem grandios verschweißten „Legendary Child“ hat man die besten Nummern fast alle schon mal irgendwo gehört. Aber selbst diese fünf Schwermetallarbeiter, die aus nichts als heißer Luft einen ziemlichen Hammer schmieden können, haben selten so viel großartigen Groove in eine einzige Nummer gepackt wie bei „Out Go The Lights“. Chapeau, here we go!



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