Neil Young geißelt Konzerne und die Gentechnik-Industrie

Lässt seiner Wut freien Lauf: Neil Young wendet sich gegen den Gentechnik-Riesen Monsanto.
Lässt seiner Wut freien Lauf: Neil Young wendet sich gegen den Gentechnik-Riesen Monsanto.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Auf dem neuen Album „The Monsanto Years“ singt Neil Young klare Worte gegen den Machtmissbrauch großer Unternehmen - unterstützt von Willie Nelsons Söhnen.

Essen.. Neil Young hat ein Protest­album aufgenommen. Er hat das schon oft getan. Insofern gäbe es keinen größeren Anlass für Schlagzeilen. Aber Young ist richtig wütend. So wütend, dass der ökologisch engagierte Rockstar seine Feinde beim Namen nennt – und damit die Feinde von Mutter Erde.

„The Monsanto Years“ hat er sein Album getauft, nach einem der weltgrößten und einflussreichsten Produzenten von Unkrautvernichtungsmitteln und gentechnisch verändertem Saatgut. Der übt nämlich gewaltigen Druck auf die amerikanischen Farmer aus, sich in Abhängigkeit des Konzerns zu begeben. Nun geißelt Young gemeinsam mit zwei Söhnen von Willie Nelson die Machenschaften des Biotechnik-Riesen, mit brillantem Gitarrenspiel und Songs, die durch den oft unbeschwerten Grundton meist im Kontrast zu den zornigen Texten stehen.

Eine Botschaft, die ankommt

Musikalisch erinnert das an Crazy Horse, nach dem Hören des Albums wünscht man sich, er hätte sich die eine oder andere Gesangsvariation des Namens „Monsanto“ gespart. Dennoch: Es ist wichtig, dass Musiker Missstände benennen. Und wenn eine Größe wie Young das tut, kommt die Botschaft hoffentlich an.

  • Neil Young + Promise Of The Real: The Monsanto Years (Reprise/Warner)