Na klar: Nashville!

Dieser Junge hat die seltene Gabe, Popsongs und Countrysounds zusammenzustricken, ohne dass es einen Moment lang kitschig würde. Wo er derzeit residiert? Na klar, in Nashville. Andrew Combs heißt der junge Singer/Songwriter, der sein mit etlichen schönen Liedern bestücktes „All These Dreams“ ins Rennen schickt. Wenn im Waschzettel der Plattenfirma steht, dass ihn Roy Orbison und Paul Simon besonders beeinflusst haben, dann ist dem schon nach dem ersten Durchhören zuzustimmen. Vielleicht sollte man noch Folkiges von „Crosby, Stills, Nash & Young“ auf die mutmaßliche Beeinflusser-Liste setzen („Strange Bird“). Besonders „Foolin’“ und „Long Gone Lately“ sind grandiose Songs mit dem Flair der späten 50er, Lieder, denen Combs’ butterweiche Stimme den nötigen Schmelz verleiht. Weil ihm mit Saiten-Alleskönnern wie Jeremy Fetzer und Spencer Cullum jr. exzellente Leute an die Seite gestellt wurden, ist das sicher was für alle Freunde amerikanischer Musik.

Ein bisschen Orbison

Andrew Combs: All These Dreams, Loose/Vertrieb: Rough Trade