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Wie die Gema mit Musik spielt

24.06.2009 | 08:31 Uhr
Wie die Gema mit Musik spielt

Essen. Abzocke bei der Gema? DerWesten-Blogger Konstantin Tassidis kritisiert die geplante Gebührenerhöhung um rund 600 Prozent. Und spricht sich - durchaus spitzzüngig - für eine Überprüfung und Überarbeitung des Konzeptes Gema aus. Die Finanzierung kleiner Konzerte würde gefährdet.

Eigentlich ist die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfaltungsrechte, eine sinnvolle Einrichtung, findet DerWesten-Blogger Konstantin Tassidis. Sie vertritt rund 60.000 deutsche Künstler, sammelt immer dann, wenn Musik ertönt - vor allem also bei Konzerten - Gebühren ein und gibt diese mithilfe eines komplizierten Verteilungsschlüssels an die angemeldeten Artisten zurück. Soweit so gut. Sähe die Gema nicht eine Gebühren-Erhöhung von 600 Prozent vor. Denn das, so Konstatin Tassidis, gehe erstens gegen die Gerechtigkeit und wirke sich zweitens automatisch auf höhere Ticket-Preise aus.

Kleine Konzerte bald nicht mehr möglich?

Fast immer, wenn Musik ertönt, werden Gebühren bei der Gema fällig.(Foto: Ingo Otto)

Denn wie viel ein Künstler von der Gema bekommt, hängt von seinem Erfolg, insbesondere der Radiocharts-Platzierung ab. Besonders kleine, unabhängige Bands, kritisert Tassidis, hätten das Nachsehen. Und: Für die Erhöhung der Gebühren werden die Konzert-Besucher aufkommen müssen, durch deutlich angehobene Ticket-Preise. Künftig würden kleine Konzerte durch die anfallenden hohen Gebühren gar nicht mehr möglich, sorgt sich der Verband der deutschen Konzertdirektoren. Besonders ärgerlich, so Tassidis, dass die Bezahl-Strukturen undurchsichtig und kaum nachvollziehbar sind. Der Blogger unterstützt daher eine Petition, mit der beim Bundestag um Unterstützung gebeten werden soll, die Gebühren-Handhabung und –Anhebung der Gema zu überprüfen und zu überdenken. Bis zum 17. Juli müssen 50.000 Menschen für diese Forderungen ihre Stimmen abgegeben haben.

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Kommentare
10.05.2010
18:56
Wie die Gema mit Musik spielt
von rdp | #7

Die Gema ist auch ein Geschäftsunternehmen; daran verdienen vor allem gut bezahlte leitende Angestellte dieses Ladens und weniger die Künstler, sondern wie immer deren Produzenten, auch wenn die gema gern den Schutz der Künstler vorschiebt.
Andererseits muß auch eigentlich jedem klar sein, daß auch Musiker u.U. von ihrer Arbeit leben können müssen und sich diese nicht beliebig klauen lassen. Seine Lebensmittel kauft man ja auch statt sie einfach im Supermarkt mitzunehmen.
Trotzdem ist die Gema, so wie sie momentan organisiert, verfaßt und strukturiert ist, dringend erneuerungsbedürftig und sollte sich überlegen, ob sie mit den bekannten Abzockmechanismen wirklich denen nützt, die sie zu schützen vorgibt.
Davon gehe ich jedenfalls im Moment nicht aus, und der Kleinkunst und Breitenkultur tut die Gema so sicher keinen Gefallen. Aber man kann sein Event ja auch als private Veranstaltung durchführen, das darf dann aber nicht der Gewinnerzielung dienen, sondern die Spenden am Eingang dürfen nur die Unkosten decken und da keine öffentliche Veranstaltung, darf auch nicht geworben werden, aber wozu gibt es Mundpropaganda ...

10.07.2009
09:19
Wie die Gema mit Musik spielt
von Günther Koriath | #6

Das mit der GEZ stimme ich zu.
Bin im Frühjahr 2002 obdachlos geworden, war dann noch 7 Monate im Krankenhaus, von denen ich 3 Monate im Koma lag und die GEZ will für diese Zeit immer noch Gebühren.
Ich hätte mich aus dem Koma heraus ja auch abmelden können.

08.07.2009
18:23
Wie die Gema mit Musik spielt
von Gebührenterror | #5

@#2:

Kleiner Einwand: die GEMA mag eine Mafia-Bande sein. Die größte größte legalisierte Mafia-Bande in Deutschland ist allerdings die GEZ!! ;-))

08.07.2009
10:15
Wie die Gema mit Musik spielt
von bigottsucks | #4

@rockingbert:Nach einer kurzen Anmeldung kann man hier die Petition unterstützen.
Falsch. Nach einer kurzen Anmeldung MUSS man hier die Petition unterstützen : ))

24.06.2009
22:09
Wie die Gema mit Musik spielt
von HDHESSEN | #3

Hier ein Beispiel wie die GEMA vorgeht : An Karneval schwärmen ihre Agenten aus,gehen in Kneipen und pressen den Kneipenwirten Geld ab mit dem Hinweis das es sich um eine Tanzveranstaltung handelt die Gebürenpflichtig ist weil ein Pärchen vor der Theke geschunkelt hat. Trotz der sowieso gezahlten GEMA Gebühren muss der Wirt nochmal in die Tasche greifen. Bei Widerspruch wird mit der Justiz gedroht.Das wiederholt sich Jahr um Jahr. Von mafiösen Verhalten kann da durchaus gesprochen werden.Die Petition ist darum eine richtige und wichtige Aktion um diesen Gebaren einen Riegel vorzuschieben.

24.06.2009
19:35
Wie die Gema mit Musik spielt
von der Heimscheisser | #2

Die GEMA ist die größte legalisierte Mafia-Bande in Deutschland! Selbst bei Benefiz- und Gratis-Konzerten halten die die Hand auf! Und wer kriegt´s am Ende? Grönemeyer, Pur und Konsorten.....Was ne Sauerei!

24.06.2009
15:21
Blockierter Kommentar.
von rockingbert | #1

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