Das aktuelle Wetter NRW 21°C
Konzerte

Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik

21.12.2011 | 11:43 Uhr
Sie waren gerade erst da, kommen im nächsten Jahr aber schon wieder: Coldplay ist eine der populärsten Rockbands, und Frontmann Chris Martin (l.) wird mit den Kollegen auch die Stadien füllen. Foto: dapd

Essen.   Coldplay und Bruce Springsteen, Elton John und Chris Rea, Westernhagen, der Graf, Ina Müller und die lockigen Newcomer von Philipp Poisel bis Tim Bendzko: Wer gern auf Konzerte geht, muss im kommenden Jahr nicht darben und kann zwischen Indie-Geheimtipp und Superstar wählen.

Wer Live-Musik mag, wird 2012 nicht darben müssen: Die Vorschau aufs kommende Konzertjahr rockt – und die Planungen der Künstler vom Newcomer bis zum Superstar sind noch längst nicht abgeschlossen. Wer aber noch ein Geschenk sucht – oder sich selbst Vorfreude schenken will – wird in dieser kleinen Auswahl vielleicht fündig.

Sie waren gerade erst da , wollen aber schnell wiederkommen, und nach den großen Hallen werden Coldplay auch die Stadien füllen. Die britische Rockband, eine der populärsten zurzeit, macht am 4. September in Köln Station: Tickets für das Stadion-Konzert gibt’s ab 69 Euro.

Gute drei Monate vorher wird sich genau da schon Rock-Superstar Bruce Springsteen mit seiner E Street Band kaputt machen: Klassiker gibt’s bei dem 62-Jährigen immer massenweise, vor der Tour will der Mann aus New Jersey aber auch noch ein neues Album veröffentlichen. Und die Fans fragen sich, wie die legendäre Bühnenpräsenz Springsteens funktionieren wird, wenn „Big Man“ Clarence Clemons nicht neben ihm steht: Der Saxofonist war im Juni gestorben. Tickets ab 71 Euro (alle Kartenpreise plus Gebühren).

Coldplay in Köln

Popkultur-Dinosaurier wie Elton John und Tom Petty

Rock-Superstar Bruce Springsteen kommt auf Stadion-Tournee - und will vorher noch ein neues Album veröffentlichen. Foto: ddp

Ähnlich lang im Geschäft sind auch Tom Petty & The Heartbreakers : Die US-Band wird 2012 nach 20 Jahren mal wieder in Europa auftreten. Der Vorverkauf fürs Kölner Konzert der Rock-Veteranen startet im Januar. Apropos Popkultur-Dinosaurier: Brite Elton John spielt wieder seine größten Hits – sind ja nicht wenige – am 3. Juli in der Oberhausener Arena (ab 52 Euro). „Hottentottenmusik“ will Marius Müller-Westernhagen im September machen. Das so betitelte Live-Album entstand bei Konzerten 2010, weitere soll’s 2012 geben, etwa am 14. September in Oberhausen (ab 70 Euro).

Es gab eine Zeit, da konnte man sich vor Bryan-Adams-Konzerten kaum retten. In den vergangenen Jahren hat der 52-Jährige bei seinen Auftritten einen Gang runter geschaltet – vielleicht, weil der Poprock-Sänger, der auch als Fotograf erfolgreich ist, in diesem Jahr zum ersten Mal Vater geworden ist. Jetzt ist er lang genug leise gewesen, am 21. März wird Adams in der Kölner Arena auftreten (ab 54 Euro). Laut ist Chris Rea eher selten, aber gehört werden will der Engländer auch: Die Tour ist wie die aktuelle CD-DVD „The Santo Spirito Project“ betitelt, am 26. Februar wird Rea in der Dortmunder Westfalenhalle seine Fans aber vielleicht auch mit Hits wie „Josephine“ und „I Can Hear Your Heart Beat“ beglücken. Karten: 59 bis 70 Euro.

Der "Boss" kehrt zurück

Boyband-Doppelwhopper „NKOTBSB“ und wuschige Mädchen bei Tim Bendzko

Tim Bendzko ist einer der lockigen Newcomer, die dem Publikum mit deutschen Texten Spaß machen. Am 20. Juni tritt er in Köln auf. Foto: Getty Images

Zum Nostalgie-Fest laden die New Kids On The Block und die Backstreet Boys am 10. Mai nach Oberhausen. Wer schamlos in Teenie-Erinnerungen schwelgen will, bekommt Karten für den Boyband-Doppelwhopper „NKOTBSB“ ab 54 Euro. Zu viel Kitsch? Da kann vielleicht Sängerin und Kabarettistin Ina Müller helfen, die für ihre Direktheit bekannt ist: Die nächsten Live-Portionen davon gibt’s am 11. Februar in Düsseldorf, am 2. März in Dortmund und am 23. März in Oberhausen (ab 33 Euro).

Wer bei Konzerten gern auf Deutsch mitsingt, hat ja inzwischen richtig viel Auswahl: Der älteste unter den Newcomern ist Philipp Poisel , der seine Erfolgstour am 15., 16., 18. und 19. März in Köln fortsetzen will (30 Euro). Andreas Bourani steht am 23. März vermutlich nicht nur in seinem Kopf auf der Bühne der Zeche Bochum (22 Euro), und Kollege Tim Bendzko wird die Mädchen am 20. Juni im Kölner Tanzbrunnen wuschig machen (23 Euro). Wer’s ein bisschen reifer mag, kann schon am 4. März in Köln mit Kettcar Alumni der Hamburger Schule erleben (25 Euro). Und die Welt wollen Seeed bestimmt nicht retten, aber den Beat – zum Beispiel am 24. November in der Oberhausener (32 Euro) und am 28. November in der Kölner Arena (28 Euro).

Unheilig im Amphitheater

Der Graf bleibt „Unheilig“ und besingt im Kölner Stadion die „Lichter der Stadt“

Was Solveig Heilo und ihre Kolleginnen von der norwegischen Band Katzenjammer machen, wird auch schon mal als Mariachi-Polka bezeichnet. Foto: dapd

Geht noch größer: Der Graf bleibt „Unheilig“ , wenn er am 21. Juli im Kölner Stadion die „Lichter der Stadt“ besingt (37 Euro). Geht aber auch klein und international, zum Beispiel, wenn die durchgedrehten Norwegerinnen von „Katzenjammer “, deren Sound schon mal als „Mariachi-Polka“ beschrieben wird, am 22. Juni in Köln auftreten (32 Euro). Oder wenn Landsfrau Marit Larsen sich mit ihrer kleinen Stimme hinter der großen Gitarre hervorsingt (Köln, 22. April, 30 Euro). Wenn die Französin Zaz ihre Fans mit Chansons in der Dortmunder Westfalenhalle bezirzt (8. Mai, 36 Euro) oder der Brite Jonathan Jeremiah mit seinen souligen Songs dem Publikum am 27. März in Köln schmeichelt (30 Euro). Und wem das alles nicht wild genug ist, der kann’s ja mal mit den Dropkick Murphys versuchen: Die irisch-amerikanische Band hat mit ihrem Irish-Folk-Punk-Rock-Sound den Soundtrack für Martin Scorseses Thriller „Departed“ geliefert – am 6. Februar machen die Musiker in Düsseldorf melodiös Krach (34 Euro).

Alle Texte und Bilder zum Jahresrückblick finden Sie in unserem Spezial.

100 Wünsche für NRW im Jahr 2012

Monika Idems



Kommentare
25.12.2011
14:35
Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik
von hansrungestinkt | #5

öhm...gibt es da nicht noch eine band...vielleicht...die beste band der welt?

24.12.2011
07:25
Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik
von awrob | #4

2011 hat keiner mehr CDs und DvDs verkauft als Udo Lindenberg mit dem MTV-Unplugged Album.

2012 spielt Udo 3x in Köln, je 2x in Oberhausen,Berlin,Hamburg,Leipzig.
alles komplett ausverkauft.
Hätte man eigentlich als Musikredakteur bei diesem Thema erwähnen können..

23.12.2011
21:43
Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik
von streetfightingman | #3

Da fehlt leider noch eine alte englische Kapelle die nächstes Jahr 50jähriges Bestehen feiert.

Hoffen wir doch, dass sie auch kommen oder zumindest in London und NYC ein paar Konzert geben.

The greatest Rock´n Roll Band in the world

"The Rolling Stones"

23.12.2011
20:33
Wie kann man nur
von rschulz3 | #2

diese kleinen Geister nennen. Das einzig Wahre ist das Konzert vom Boss.
Bruuuuuuuuuuuuuuce wir kommen!

23.12.2011
17:07
Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik
von benjust | #1

Schade - Kein Hinweis auf Joe Bonamssa, der am 10.03.2012 in der Essener Grugahalle auftritt. Er ist der beste und vielseitigste Bluesgitarrist seit Stevie Ray Vaughn. Hört Euch mal die zahlreichen Live-Cds an und die beiden Alben der Black Country Communion. Dann wisst Ihr Redakteure, dass der Mainstream nur ein Abklatsch ist.

1 Antwort
Von Coldplay bis Unheilig – 2012 gibt’s massenweise Live-Musik
von iswatlos | #1-1

Jau, stimmt! Der ist ja auch unterwegs...

Aus dem Ressort
Lieberberg darf sein Festival doch "Rock am Ring" nennen
Rock-Festival
Erfolg für Konzertveranstalter Marek Lieberberg: Der "Rock am Ring"-Macher darf sein Festival auch nach dem Weggang vom Nürburgring weiter so nennen. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz am Freitag entschieden. Wo das Festival im kommenden Jahr stattfindet, steht noch nicht endgültig fest.
Lieberberg darf Titel "Rock am Ring" womöglich doch nutzen
Musikfestival
Neue Hoffnung für "Rock am Ring"? Womöglich darf Veranstalter Marek Lieberberg doch den altbewährten Namen für sein Festival verwenden - auch dann, wenn es nicht mehr am Nürburgring stattfindet. Eine einstweilige Verfügung, die ihm das verbietet, könnte "wegen neuer Erkenntnisse" aufgehoben werden.
Rock und Reggae beim ersten MAP-Konzert in Rheinberg
Konzert
Rheinberger Bands und internationale Musiker traten beim ersten MAP-Konzert auf. Bei "Musik am Pulverturm" ließ die Gruppe „Stouffi The Stouves” aus dem französischen Lille die Fetzen fliegen und verbreitete elektronischen Stilmix außerirdischer Art. Headliner waren Sugartoosh aus den Niederlanden.
Fans feierten beim Abschiedskonzert der Sportfreunde Stiller
Zeltfestival
Die Sportfreunde Stiller begeisterten ihr Publikum beim Zeltfestival Ruhr. Es war der "auf unbestimmte Zeit" letzte Auftritt der Münchener Indie-Rocker. Der Stimmung tat das kein Abbruch — die Fans feierten die Band frenetisch. Die ließ sich nicht lumpen und lieferte mehrere Zugaben.
Sportfreunde Stiller nehmen überraschend eine Auszeit
Pop
Überraschend kündigt Peter Brugger, Sänger der Sportfreunde Stiller, während des Konzerts beim Zeltfestival Ruhr an, dass dies der letzte Auftritt „für unbestimmte Zeit“ sein werde. Zuvor war die Band 15 Monate lang fast ununterbrochen auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?
 
Fotos und Videos
Jamie Cullum begeistert beim Zeltfestival
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Bendzko singt Grönemeyer-Songs
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Fans tanzen mit Parov Stelar Band
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Sportis rocken vorerst zum letzten Mal
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr