Verbeugung vor den Fantastischen Vier
01.09.2009 | 00:12 Uhr 2009-09-01T00:12:00+0200
Essen. Sie haben maßgeblich dazubeigetragen, dem deutschsprachigen Hip-Hop den Weg in die Charts zu ebnen. Nun versammelt sich zu Ehren der Fantastischen Vier die geballte Prominenz der deutschen Pop- und Rockmusik auf einem Doppel-Album.
Egal, ob ältere Semester wie Peter Maffay, Die Puhdys und Thomas Anders oder jüngere Senkrechtstarter wie Clueso, Juli oder Revolverheld: sie alle lassen es sich nicht nehmen, auf „A Tribute to Die Fantastischen Vier” (Sony) den Hip-Hop-Pionieren zum 20. Band-Geburtstag zu gratulieren und deren Songs in fremde Genres zu entführen.
Dass sich im üppigen Angebot von 36 Stücken auch mehrere musikalische Fehltritte verbergen, die eher uninspiriert arrangiert wurden, ist da wenig überraschend. Maffays Version von „Über Nacht zum Krieger gemacht” klingt eher wie eine Western-Hörspiel für Kinder. Auch der Innovationsgehalt von Mario Barths mit Berliner-Dialekt runtergereimter „Dicker Pulli”-Interpretation ist überschaubar.
Vielschichtiges Geburtstagsgeschenk
Das Gros der Cover-Versionen ist jedoch liebevoll und durchaus einfallsreich umkomponiert und vertont: Sasha verzaubert den Superhit „Die Da” in einen erdigen Rocksong, der mit nagelneuer Gesangslinie inklusive beatlesken Refrain daherkommt. Clueso erzeugt mit seiner verträumten „Hoffnung”-Version eine entspannte Strandbar-Atmosphäre und Oomph lassen es bei „Ernten was wir säen” mit einem wuchtigen Gitarrenbrett richtig krachen. Die Fantastischen Vier bekommen somit ein vielschichtiges Geburtstagsgeschenk überreicht, das eines beweist: Ihre mitunter raffinierten Texte lassen sich prima in Musikgefilde fernab des Hip-Hops exportieren.
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Nun versammelt sich zu Ehren der Fantastischen Vier die geballte Prominenz der deutschen Pop- und Rockmusik auf einem Doppel-Album
samma, gehts noch.... die platte ist sooo schlecht (und da ist sich die gesamte doitsche Musikpresse mal einer meinung) schlechter gehts gar nicht... hat der verfasser dieses artikels sich das mal anghört. es scheint nicht so.