"The Lone Bellow" - Der Sound für überquellende Herzen

Foto: Monika Idems
Die amerikanische Folk-Band "The Lone Bellow" hat ihr zweites Album veröffentlicht. "Then Came The Morning" bietet Roots-Rock voller Leidenschaft.

Essen.. Es ist Musik für den Frühling. Musik für einen Aufbruch, einen Neuanfang, fürs Überwinden von Dunkelheit. Erhebende Songs schreiben und singen die Drei von The Lone Bellow, und mitreißende. „Then Came The Morning“ (Descendant/Sony) heißt das zweite Album der Band aus Brooklyn, die viel mehr nach Country klingt als nach Megalopolis.

Zach Williams (Gitarre), Brian Elmquist (Gitarre) und Kanene Pipkin (Mandoline) machen Musik für überquellende Herzen. Egal, ob Liebe oder Verzweiflung, Melancholie oder Spaß überschwappen – der Harmoniegesang hat heftiges Gänsehaut-Potenzial. Dass die drei Indie-Folk-Musiker stimmlich so harmonieren, hatten sie schon auf ihrem Debüt bewiesen. Dass sie es in mehr Americana-Musikfarben können, zeigen sie jetzt: mit dem hymnischen „Take My Love“, dem Roots-rockenden „If You Don’t Love Me“, im Country-Walzer „Diners“ und mit Gospel, dem ruhigen „Watch Over Us“, oder der treibenden Rock’n’Roll-Variante in „Heaven Don’t Call Me Home“.

Aaron Dessner (The National) hat das Album produziert – und die Überschwänglichkeit der Live-Auftritte festgehalten. Mit Inbrunst schmachten und schmettern die Drei. Wer The Lumineers oder Mumford & Sons mag, wird auch an The Lone Bellow Spaß haben.