Sold As Great treten frisch gefönt bei SchoolJam an
22.01.2010 | 15:26 Uhr 2010-01-22T15:26:00+0100
Dortmund.Drei Typen, die Pop-Punk machen, Backstage Mozart hören und einen Großteil ihrer Vorbereitungen für den Schülerbandwettbewerb SchoolJam beim Friseur absolvieren - das sind Sold As Great aus Dortmund. DerWesten stellt die Jungs im Porträt vor.
DerWesten möchte Nachwuchsbands auf ihrem Weg begleiten. Gemeinsam mit dem Schülerbandfestival SchoolJam - in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Musikrat - sucht DerWesten die beste Schülerband.
„Wir sind drei Typen und machen Pop-Punk“ sagen die Jungs von Sold As Great aus dem Raum Dortmund ganz bescheiden über sich selbst. Seit August 2009 ist das Trio Niclas (Gesang + Gitarre), Pat (Bass) und Malte (Drums) unterwegs und feilt an seinem Sound, der irgendwo zwischen Ami-Skatepunk und Wizo anzusiedeln ist. „Unsere Texte sind eine gemischte Tüte, da geht es um alles mögliche. Teenie-Alltag, Kritik am Fernsehen, Schulstress ...“ erklärt Sänger Niclas. Die Einflüsse der Jungs liegen laut eigener, mehr oder weniger ernsthafter Aussage bei Wolfgang Petri und Mozart, den die Jungs Backstage gern mal zur Entspannung hören.
Entspannt ins Rennen
Die Entspannung können sie bei SchoolJam sicher gebrauchen, auch wenn sie ohnehin nicht allzu ernst an die Sache herangehen: „Es geht uns hauptsächlich um den Spaß“, versichert Niclas, „Und um die Chicks!“ ergänzt Bassist Pat. Aber dann sind sie doch ehrlich: „Wir wollen den Leuten unsere Musik näher bringen, ein wenig rumkommen, Kontakte knüpfen und Leute kennenlernen. Und natürlich Backstagepässe für Rock am Ring abstauben!“ erklärt Pat.
Jedes Wochenende ein Gig
Bisher haben Sold As Great schon so einige Gigs gespielt und sind ziemlich routiniert auf der Bühne. „Die Songs standen schnell und dann ging es auch sofort los. Momentan spielen wir eigentlich jedes Wochenende irgendwo“ erzählt Niclas. Vielleicht liegt es an dieser Routine, dass ihre Vorbereitungen für das Regiofinale eher unkonventionell ausfallen: „Sonnenstudio, Friseur, ein paar Dehnübungen. Wir machen uns da keinen Druck, wir proben einfach regelmäßig und versuchen ansonsten, entspannt zu bleiben“ plaudert Niclas aus dem Band-Nähkästchen.
Sexy Typen und der Bananaman
Im vergangenen Jahr ging bereits die befreundete Band Jaques She Rocks als offizielle DerWesten-Band mit einem ähnlichen Rezept bei SchoolJam an den Start (DerWesten berichtete). Sie waren es auch, die das Trio auf den Wettbewerb aufmerksam machten. Vermutlich haben sie den Dortmundern dabei gleich noch ein paar strategische Tipps gegeben, jedenfalls fahren Sold As Great mit ihrer Lockerheit gut. Warum die Jury ausgerechnet sie wählen soll? „Weil wir so verdammt sexy sind!“ kommt Pats Antwort prompt. „Und weil wir auf jeden Fall sympathisch sind und eine gute Show machen werden“, ergänzt Niclas, „wir sind einfach auf einer Wellenlänge mit dem Publikum.“ Eine Überraschung haben die Jungs auch schon angekündigt: Der mysteriöse „Bananaman“ wird einen Gastauftritt haben.
16 Bands gehen in NRW an den Start
In diesem Jahr bekommen wieder 120 Musikgruppen bundesweit die Chance auf ein professionelles Konzert in insgesamt 15 Städten. In NRW werden 16 Bands an den Start gehen. Gespielt wird in Bochum und Köln. Eine Jury aus der Musikbranche bewertet die Auftritte und wählt jeweils zwei Gruppen in die nächste Runde.
Für die 30 Gewinner der bundesweit 15 Konzerte – darunter dann vier Bands aus den NRW-Entscheidungen – können die Nutzer anschließend unter anderem im Online-Portal DerWesten abstimmen und die drei besten Musikgruppen wählen. Weitere fünf Bands werden von einer Experten-Jury prämiert. Zum Finale geht’s dann nach Frankfurt zur Musikmesse. Die Gewinner-Band steht bei Rock am Ring auf der Bühne. Weitere Preise sind eine zehntägige Tour durch die USA und eine Bandausstattung.
Aber auch die Schulen können profitieren. SchoolJam verlost Gutscheine für Musikinstrumente und stattet zudem die Schulen der acht Finalbands mit Ausrüstung für den Musikunterricht aus.
Das Projekt SchoolJam ist nicht kommerziell, sondern soll die Kultur von Rock- und Pop-Musik an Deutschlands Schulen nachhaltig fördern und den besten Nachwuchsgruppen als Sprungbrett für ihre weitere Entwicklung dienen.
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