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Saftiges Juicy Beats mit Frittenbude und Tocotronic

12.03.2010 | 22:29 Uhr
Saftiges Juicy Beats mit Frittenbude und Tocotronic

Dortmund. Am 31. Juli startet das 15. Juicy-Beats-Festival im Dortmunder Westfalenpark. Mit dabei sind dieses Jahr Bands wie Tocotronic und Frittenbude. Es soll eine Mischung aus Electro und Alternative geben - mit zusätzlichen Bühnen und einem Containerdorf.

Im Oktober haben sie angefangen - und gerade, etwa zehn Minuten vor der Pressekonferenz, haben die letzten Bands noch ihren Auftritt bestätigt. Zufrieden setzen sich Uli Künneke, Carsten Helmich und Martin Juhls, die Organisatoren des Juicy-Beats-Festival, auf ihre Plätze. „Das Line-Up wird fulminant“, meint Carsten Helmich und lehnt sich entspannt zurück: Soeben haben Tocotronic zugesagt - die Band wird auf einer der sieben Bühnen des Festivals im Dortmunder Westfalenpark stehen.

Das Festival wächst: Holland ist auch dabei

„Wir haben mehr Bühnen denn je“, erklärt Martin Juhls. Schießlich sei das auch nötig, denn das Festival wachse von Jahr zu Jahr. Nun, in der 15. Runde, gibt es zwei weitere Bühnen, ein Containerdorf ist auch geplant. „Dort werden holländische Streetkünstler ihre Werke anbieten.“ Neben den „üblichen Verdächtigen“, wie das Organisationsteam DJs und Bands nennt, die nun schon mehrere Male dabei waren, gibt es natürlich auch die Neuzugänge wie 2manydjs live, Nouvelle Vague, Zoot Woman und LaBrassBanda.

Keine Schützefestkapelle

Stolz berichtet Uli Künneke über den Erfolg, LaBrassBanda für das Festival gewonnen zu haben: „Die singen in bayerischer Mundart. Darüber mag man zuerst schmunzeln, doch im letzten Jahr beim Rosskilde Festival, haben die richtig gerockt. Das ist keine Schützenfestkapelle.“ Dazu kommen noch die Clubs mit ihren DJs wie Hotel Shanghai, Silent Sinners und Cosmotopia. Für die jüngeren Festival-Besucher haben die Organisatoren auf Altbewährtes zurück gegriffen: Nach dem Erfolg von Frittenbude und Bratze im letzten Jahr werden sie auch dieses Mal spielen, nun allerdings am Abend: „Im Vorjahr traten sie nachmittags auf“, und damit zu einer weniger prominenten Uhrzeit. „Wir konnten ja nicht wissen, dass die so gut ankommen.“

All das steht bisher fest. Einige Acts fehlen noch, so die Veranstalter, aber die kämen nun peu à peu hinzu. Insgesamt wollen Helmich und Künneke weit über 100 Bands und DJs zum Juicy-Beats-Festival holen, um eine Mischung aus Electro und Alternative zu erhalten. Schließlich müsse man sich bewusst von der Loveparade unterscheiden, die eine Woche zuvor in Duisburg startet.

Etwas Bauchweh hatte Carsten Helmich schon, als noch nicht fest stand, wohin es die Loveparade dieses Mal verschlagen würde: „Ich wäre glücklich, wenn die mal im Oktober sagen könnten, wann und wo sie sein werden.“ Denn der Termin des Juicy-Beats-Festivals ist von der Loveparade abhängig: „Wir wollen keinesfalls parallel laufen.“

Preiserhöhung durch das Festival-Wachstum

Im Gegensatz zur Loveparade ist Juicy Beats nämlich auf den Zulauf der Besucher - und damit auf die Einnahmen angewiesen. Der Preis für die Tickets zum Festival sei in diesem Jahr leicht gestiegen, um drei Euro. Aber das sei normal, betont Juhls, da das Juicy Beats sich ständig vergrößere und wichtige Acts hinzukämen. „Sonst zahlt man den Preis, um nur eine Band zu sehen. Bei uns kann man so viel erleben.“ Über 20 000 Besucher sollen kommen - mit dieser Zahl kalkulieren Künneke und Helmich.


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Kommentare
Kommentare
12.03.2010
19:05
Saftiges Juicy Beats mit Frittenbude und Tocotronic
von Uli | #1

...und auch hier mischen das Jugendamt und das FZW neben Becks und der Sparda Bank und vielen anderen wieder als Sponsoren mit (so gesehen auf der Juicy-Beats Seite im Internet). Ist wahrscheinlich auch Jugendarbeit. Schön, dass da wenigstens 20.000 Jugendliche erreicht werden sollen.

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