Pur rockt die Arena auf Schalke
05.09.2010 | 09:07 Uhr 2010-09-05T09:07:00+0200
Gelsenkirchen.Die Gruppe Pur bot in Gelsenkirchen Stadionrock vom Feinsten. 50.000 Zuschauer sangen jede Silbe der großen Hits mit. Gäste wie Opus und Roger Hodgison von Supertramp begeisterten die Besucher.
„Hartmut - mach fettich!“ als Pur quer durchs Publikum gen Bühne schreiten, ist die Stimmung schon mächtig auf geheizt, dass manch einer die letzten Sekunden bis zum ersten Ton kaum erwarten kann. Fanfare, Tusch, Donnerknall und der Vorhang fällt - was in den nächsten fast drei Stunden folgt, ist Stadionrock vom feinsten. Die Bühne in der Mitte der Veltins Arena ist zwar nicht gerade großzügig dimensioniert und auch die Anordnung der Band im Rund um Hartmut Englers Podest erinnert auch eher an einen Club denn den großen Zirkus.
Aber darum geht es auch gar nicht. Pur haben in den letzten 30 Jahren ihrer Karriere genügend Hits angesammelt, die die rund 50.000 Zuschauer sowieso in und auswendig können. Folglich wird jeder Ton artig mitgeklatscht, jede Silbe lautstark mitgesungen. Und auch der erklärte Pur-Hasser, der nach eigenen Angaben „nur wegen seiner schlechteren Hälfte“ im Sodom-Shirt auf der Tribune sitzt, ertappt sich dabei, dass das „Frau Schneider erkennt mich heute nicht“ doch ganz flüssig und vor allem von selbst über die eigenen Lippen kommt.
“Oh - wie ist das schön“
Ansonsten machen Pur natürlich alles richtig, obwohl sich an sich auch nichts falsch machen können. „Immer, wenn sie diesen Tango hört“ und Abenteuerland direkt an Startplatz vier und fünf - wir sich leisten kann, solche Erfolge direkt am Anfang zu verbraten, muss sich um die Stimmung im Laufe des Abends keine Sorgen zu machen.
Aber immerhin läuft der Abend ja noch unter dem Motto „Pur and Friends“ und so holen Engler nach und nach etliche Gäste ins Rampenlicht, die natürlich ebenfalls vorbehaltlos abgefeiert werden. „Life is Life“ von Opus funktioniert ja sowieso nicht erst, seitdem es auf jedem Party-Sampler hemmungslos wieder veröffentlicht wird. Von wegen „na na, na na na“. Passt schon. Da kann man im Innenraum auch schon mal das Tanzbein schwingen und mit der alten Jugendliebe eng umschlungen die Hüften Kreisen lassen.
“Oh - wie ist das schön“, schallt es daraufhin aus dem rund gen Bühne, was Hartmut Engler nach ein paar schüchternen blicken ins Rund zu einer schaurig-schönen Improvisation irgendwo zwischen Soul-Diva und Martinshorn veranlasst. Aber sei es drum. Falsch machen kann die Band ja bekanntlich an diesem Abend ja nicht.
„Highway To Hell“ vom Senioren-Chor
Wer war sonst noch da? Roger Hodgison von Supertramp bringt unter anderem „Dreamer“ zu Gehör. Das bringt einer exstatisch tanzenden Mutter auf Tribüne skeptische Blicke von der Tochter ein, die wohl nicht so recht nachvollziehen kann, weshalb Mutti auf diesen Langhaarigen mit der Fistelstimme derart steil geht. „Das war vor deiner Zeit“, gibt’s später die Erklärung. „Dabei habe ich Papa kennengelernt.“
Den lautesten Applaus bekommt allerdings der Senioren-Chor aus der televisionären Doku-Soap. Der sorgt nämlich nicht nur den Background-Gesang beim „Tango“ und im Abenteuerland, sondern übernimmt noch gleich zu „Highway To Hell“ (ja, genau dem von AC/DC) Englers Mikro.
Und damit war dann auch der eingangs erwähnte Metal-Fan zumindest in den Augen seiner Lebensabschnittsgefährtin zufrieden gestellt. „Ich hab’s dir doch gesagt: Bei Pur ist für jeden was dabei.“
21:58
Als absoluter Fan des Heavy-Metals und besonders von RAMMSTEIN bin ich eigentlich nur nach Schalke gefahren, weil es ein Geschenk für meine Frau war. PUR - völlig daneben, wird verdammt langweilig; so dachte ich.
3 Stunden später stand ich sehr beeindruckt auf der Nordtribüne - ein hervorragendes Event lag hinter mir.
Der Umgang mit dem Fans und die Stimmung, die die Band in der Arena produzierte, war eine grandiose Leistung. Die Einbindung der Gäste war äußerst gelungen. Nur was Ötzi dort wollte, hat sich mir nicht erschlossen.
AC/DC von den Rentern vor 50000 Menschen - sehr gewagt und bestens gelungen. Meinen Respekt vor dem Engagement von Sänger Engler.
Zwar werde ich nun kein PUR-Fan, doch der ein und andere Song bleibt auch bei mir hängen.
Möge die Band seinen Fans noch lange erhalten bleiben.
18:08
Das Konzert war echt der Hammer. Ich war da und werde auch immer wieder hin gehen.
17:38
habe schon etliche pur-konzerte erleben dürfen und ich muß sagen ..jederzeit wieder,pur ist ein genuss immer wieder.hartmut,s auftritt als lena...lacherfolg.was nicht sein mußte war djötzi,der kann ja gar nicht singen,was mir noch gefiel das war die vorgruppeluxuslärmtoller auftritt..supertramp war kult..toll
13:33
Dass DJ Ötzi nicht im Bericht vor kommt, ist nicht weiter tragisch. 60 Sekunden Anton aus Tirol waren schon zu viel und die Hupfdolen waren eindeutig deplaziert.
Bemwerkenswert ist allerdings, dass die oberen Ränge leer blieben, wo doch in der Vergangenheit PUR die Arena gleich zweimal voll machte.
Ein tolles Konzert war es aber trotzdem und alleine der Chor der Fans macht einem schon eine Gänsehaut.
05:39
Nur zur Info: Roland startet wohl solo durch - die CD wird am 22.10. erscheinen.
Und ich war auch auf dem Konzert - und ich habe schon bessere erlebt. Meine Highlights: Die Rentner und Roger Hodgson. Der Ret war halt wie immer. DJ Ötzi habe ich mir geschenkt und bin gegangen. Das mußte ich mir nicht geben.
20:36
Roland ist schon seit einiger Zeit raus aus der Band. Es gab wohl Streit im Hintergrund und Roland will nun solo durchstarten. Was wohl aber nicht klappt, war ja auch abzusehen.
Das PUR es nötig hat mit Ötzi und Rodger Hodgson auszutreten ist ziemlich traurig.
In den 90er Jahren waren PUR ganz oben, besser ging es gar nicht mehr. Danach ging es bergab.
Mit Wünsche war es nochmal gut, wenn PUR sich nun kein weiteren Fehler erlaubt und im Frühjahr das unplagged Konzert super spielt, dann ist PUR wieder da.
Aber ich als ehemaliger Fan bezweifel das sehr stark.
Kommt zurück zu euren Wurzeln dann läuft es wieder rund. Ansonsten sehen wir PUR das nächstemal auf Schalke mit ein Comeback von Wolfgang Petry oder Howard Carpendale.
19:00
Ist keinem aufgefallen dass einer gefehlt hat?
Wo war Roland???
18:09
Rock. Hahaha.
17:49
PS: Den Flashmob gab es. Und er ist auch aufgefallen. Gute Idee und netter Gag.
17:47
Ich bin nun wirklich eher ein Fan von echter Rock-Musik. Aber ich muss sagen, das PUR-Konzert hat mich begeistert. Hier wird eine perfekte Show geboten mit viel Emotion, mit Geist und auch mit guten Songs.
Und auch das Projekt Rock statt Rente hatte was.
Als alten Supertramp-Fan hat mich natürlich besonders Rodger Hodgson begeistert.
Es gab aber auch einen Totalausfall. In die Schlager-Fraktion gehört nämlich eindeutig DJ Ötzi. Was der bei dem Konzert zu suchen hatte, ist mir völlig schleierhaft. Er kann nicht singen, macht keine Stimmung und seine Hüpfdollis waren enbenfalls völlig deplatziert.
Ansonsten ein echtes Erlebnis!