Kollegah, König der Streamingdienste

Vor allem junge Musikhörer streamen mehr, als sie CDs kaufen. Und wenn es um diese Variante des Klangkonsums geht, dann ist Kollegah der Platzhirsch im Lande: Einer aktuellen Erhebung zufolge sind die Raps des Wahl-Düsseldorfers 2014 rund 105 Millionen mal gestreamt worden - Rekord!

Neue Medien und Deutsch-Rap - das geht offenbar exzellent zusammen. Zumindest für Kollegah alias Felix Blume (30, "King"): Der Rapper hat sich 2014 in Deutschland als absoluter Platzhirsch in den Streamingdiensten erwiesen, wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment zeigt. Mehr als 105 Millionen Mal sind die Tracks des Wahl-Düsseldorfers demnach 2014 auf den Streaming-Plattformen abgerufen worden. Das bedeutet nicht nur Platz eins im Jahresranking, sondern auch einen Rekord. Nie zuvor war ein Künstler in Deutschland mehr als 100 Millionen mal in einem Jahr gestreamt worden.

Tatsächlich hat Kollegah durchaus bekannte Konkurrenz auf die Plätze verwiesen: Am zweitmeisten Streams erhielt Popstar Ed Sheeran (23, "Thinking Out Loud"), dahinter folgen Rap-Altmeister Eminem (42), DJ David Guetta (47) und Masken-Rapper Cro (24, "Traum").

Die (imaginäre) Trophäe für den meistgehörten Einzelsong holte sich aber ein anderer ab: Robin Schulz (27) schlug mit seinem Remix von Mr. Probz' "Waves" alle Konkurrenten ins Feld - und wirkte auch am drittplatzierten Song "Prayer in C" mit. Außerdem in den Top 3: der Ohrwurm "Rather Be" der Londoner Elektro-Klassik-Shootingstars Clean Bandit.