In der Mitte entspringt ein Fluss
25.08.2008 | 11:35 Uhr 2008-08-25T11:35:00+0200Düsseldorf. Mit internationalen Künstlern aus den USA, Kanada, Frankreich, Norwegen oder Brasilien lockte das "Open Source Festival" bereits zum dritten Mal ans Düsseldorfer Rheinufer. Westropolis-Autor Ingo Juknat hat sich in die Nacht gestürzt und berichtet von "Erwachsen orientierten" Texten.
Ich gebe zu: Elektronische Musik unter freiem Himmel hieß für mich lange Love Parade und Ibiza, Technoballermann und Trillerpfeifen, Pillen und Prolls. Dass es auch anders geht, beweisen seit Jahren die Juicy Beats in Dortmund und das Open Source Festival in Düsseldorf. Letzteres hat sich im schönen Areal des Löricker Strandbads angesiedelt, einem Freibad direkt am Rhein.
Das Festival ist recht übersichtlich. Ca. 2000 Besucher sind diesmal gekommen. Die meisten verteilen sich auf den Raum vor den beiden Bühnen. Andere sitzen im Cateringzelt oder auf dem Handtuch am Rheinarm, der Teil des Geländes ist. Schwimmen ist hier eigentlich nicht erlaubt, die Musiker der schwedischen Formation Slagsmålsklubben springen nach dem Auftritt trotzdem in den Fluss. Ihre Musik würde ich als "C64-Rave" bezeichnen. Es piepst und quietscht aus alten Soundprozessoren, die Casio-Keyboards glühen. Das Ganze hat einen gewissen Mario-Bros.-Charme. Slagsmålsklubben ist übrigens der schwedische Titel des Films "Fight Club". Netter Name. (Obwohl mir das schwedische Wort für Batman noch besser gefällt: "Läderlappen".) ... weiterlesen auf Westropolis
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