Gema-Chef reagiert gelassen auf Online-Petition
10.07.2009 | 06:29 Uhr 2009-07-10T06:29:00+0200München. Der Musikrechte-Verwerter Gema hat gelassen auf die in einer Petition verankerten Forderung nach mehr Transparenz reagiert. 95.000 Bürger haben inzwischen eine öffentliche Petition auf der Internetseite des Bundestages mitgezeichnet. In dieser Petition fordern sie, die Gema zu reformieren.
Der Musikrechte-Verwerter Gema hat gelassen auf die in einer Petition verankerten Forderung nach mehr Transparenz reagiert. Gema-Vorstandsvorsitzender Harald Heker sagte am Donnerstag in München, die Gema habe kein Problem mit mehr Aufsicht. 95.000 Bürger haben inzwischen eine öffentliche Petition auf der Internetseite des Bundestages mitgezeichnet. In dieser Petition fordern sie, die Gema zu reformieren und transparenter zu machen.
Heker sagte, die öffentliche Diskussion müsse man in drei Handlungsstränge teilen und dürfe sie nicht in einen Topf werfen. Den Anstoß zur Diskussion hatte die Betreiberin der Sonthofer Kultur-Werkstatt, Monika Bestle, mit dem Einreichen der Online-Petition gegeben. Damit wollte sie auf die für sie undurchsichtige Arbeitsweise der Gema aufmerksam machen. Heker räumte in diesem Zusammenhang ein, das System der Gema sei kompliziert und nicht für jedermann auf Anhieb zu verstehen. Er versicherte, man arbeite an einer besseren Kommunikation.
"Konzertveranstalter machen mobil"
Nach Hekers Meinung hätten die Vertreter der professionellen Konzertveranstalter die Einreichung der Petition genutzt, um gegen die Gema mobil zu machen, da ein Gesamtvertrag zwischen den Verhandlungspartnern gescheitert war. Es seien sogar Falschmeldungen veröffentlicht worden, in denen der Gema unterstellt wurde, die Tarife für Großveranstalter um 600 Prozent zu erhöhen. «Das ist falsch», betonte Heker und verwies darauf, dass die Tarife für Konzertveranstalter bis 2014 stufenweise lediglich auf 8 Prozent netto angehoben werden. Davon seien kleine Veranstalter wie die Sonthofer Kultur-Werkstatt jedoch nicht betroffen.
Dass sich auch Mitglieder der Gema an der Öffentlichen Petition beteiligt haben, trifft bei Heker jedoch auf Unverständnis. Denn schließlich nehme die Gema die eigenen Mitglieder sehr ernst und biete ihnen Mitspracherecht sowohl bei der Mitgliederversammlung wie auch durch ständige Delegierte, erläuterte er. «Man muss zur Mitgliederversammlung eben auch kommen», kommentierte ein Delegierter.
Da der Schwellenwert von 50.000 Mitzeichnern der Petition weit überschritten ist, muss sich nach Ende der Zeichnungsfrist am 17. Juli der Petitionsausschuss im Bundestag des Themas annehmen. (ddp)
10:29
GEZ und GEMA sind in keinem Detail vergleichbar.
Wer sowas in einen Topf wirft, zeigt, dass er absolut nicht weiss, wovon er spricht.
03:41
Deshalb haben ja alle Kommentierenden hier auch die Petition unterschrieben, hoffe ich.
Mit Musik Geld machen geht schon in Deutschland, aber nicht als Musiker;)
GEZ und GEMA sind Abzockvereine, weil sie wenig Leistung bieten für ne Menge Geld.
11:31
«Man muss zur Mitgliederversammlung eben auch kommen»,
Hut ab - das ist an Arroganz nun wirklich nicht zu überbieten...
00:54
Die Arroganz der GEMA ist sagenhaft...
00:32
Auf 8% werden die Gebühren bis 2014 angehoben...... nicht um 8%. Wenn jetzt nochmal einer sagen könnte bei welchem Satz die jetzige Gebühr liegt. Ich glaube diese liegt momentan weit darunter - trotzdem Abzocke. Waren selbst mal betroffen: 300 Konzertbesucher in einem 400-Mann-Saal. Bei einem Eintritt von 10 Euro für ZWEI (durchaus in der Region sehr bekannte) Bands, abzüglich Anlage (1200 Euro), Hallenmiete (350 Euro) und obendrein noch GEMA (280 Euro -- Staffel bis 500 Personen), Security (300 Euro) blieben noch für beide Bands (die eine 6 Personen, die andere 7) 860 Euro. Davon wurde die zuvor über Plakate und Flyer gestartete Werbung bezahlt (300 Euro). Ein sich richtig lohnendes Geschäft - Für die GEMA. Wohlgemerkt: Ohne effektive Leistung bekamen die knapp10% der Einnahmen.... Für eine Klein-Veranstaltung - welche ja nicht von so hohen Schutzgeldern betroffen ist ;-( Wie war das noch mit den goldenen Türklinken??
23:05
Die GEMA hat knapp 65.000 Mitglieder, deren Rechte sie wahrnimmt.
Das sind überwiegend Komponisten und Textautoren die freiwillig beigetreten sind.
Da wirken die schäbigen 95.000 Bürger, die irgendeine Petition unterschreiben, im Verhältnis, überhaupt nicht beeindruckend.
22:31
Wer bei 95.000 Bürgern nicht reagiert, muss sich nicht wundern, wenn viele die Gema weiterhin umgehen.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall
21:19
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20:03
das System der Gema sei kompliziert und nicht für jedermann auf Anhieb zu verstehe
Ja wir Bürger sind zu dumm dahinter zu blicken, dann kann Herr Heker nämlich weiter nebulös seine Gelder einstreichen.
Solch einen Satz wie oben sagt nur jemand der was zu verbergen hat.
Dann wird es aber Zeit da Transparenz reinzubringen.
19:55
Bei dem Lobbyismus, der hier herrscht, braucht der auch nichts fuerchten.