Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Festival

Wahnsinns-Finale beim Area4 mit Faith No More

24.08.2009 | 19:13 Uhr

Lüdinghausen. Mit einem grandiosen Auftritt von Faith No More in ständiger Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn hat das Festival Area4 seinen Abschluss gefeiert. Mit mehr als 20.000 Besuchern konnten die Veranstalter einen neuen Rekord vermelden.

Sie haben nichts verlernt. Die wiedervereinigten Faith No More beherrschen trotz jahrelanger Trennung die große Bühne noch immer mühelos. Davon konnten sich die Besucher des Festivals Area4 am Sonntagabend überzeugen.

Mike Patton, Frontmann der Band Faith No More, zwischen Genie und Wahnsinn. Foto: Dirk Bauer

Den Wahnsinn im Blick dirigiert Sänger Mike Patton, gehüllt in ein rotes Ensemble mit glitzernden Strass-Steinen, routiniert das Publikum. Von der Security lässt sich der charismatische Frontmann sogar zur Menge tragen – die Fans nehmen die spontane Einladung zum Körperkontakt gerne an und klatschen begeistert ab. Sogar das Mikrofon teilt Patton großzügig mit den Festival-Besuchern. Ein Fan sieht sich allerdings nicht in der Lage, den Text mitzusingen, und bekommt prompt einen Klaps auf den Kopf.

Im Gepäck haben „Faith No More 2.0“, wie Sänger Patton das Ensemble auf Reunion-Tour vorstellt, an diesem Abend jede Menge Klassiker. Virtuos spielt die Band mit der Bandbreite der Musikstile und begeistert sogar Besucher, die zur Gründung der Band nicht einmal geboren waren.

Rekord mit mehr als 20.000 Besuchern

Das Konzept der Veranstalter ist aufgegangen. Mehr als 20.000 Besucher feierten auf dem Flugplatz Borkenberge bei Lüdinghausen – ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es gerade mal 15.000. „Das Area4 hat sich etabliert“, stellt Mit-Organisator Andreas Möller zufrieden fest. „Uns ist wichtig, dass es den Leuten gut geht. Schließlich wollen wir ja, dass sie wiederkommen; und das zahlt sich jetzt aus.“

Als „Independent-Rockfestival mit einer Mischung aus Kult- und Nachwuchsbands“ sieht Möller das Area4. „Von härterem Britpop bis Nu Metal“ gehe die musikalische Ausrichtung. „Wir haben uns auf wenige Bands beschränkt. Die dürfen dafür aber länger spielen“, erklärt er. Auch einem „Overkill“ an Musik wollen die Veranstalter vorbeugen und bieten deswegen bewusst nur eine Bühne an. Zudem soll das Area4 ein „gemütliches Festival der kurzen Wege sein“, wie Möller betont. „Bei uns sitzen die Besucher an ihren Zelten, hören eine Band auf der Bühne und sind schon nach wenigen Minuten auf dem Gelände. Für die nächsten Jahre hoffen die Veranstalter – Gemütlichkeit in allen Ehren – trotzdem auf eine weitere Steigerung der Besucherzahlen.

Annika Rinsche



Kommentare
22.10.2009
13:45
Wahnsinns-Finale beim Area4 mit Faith No More
von Beatrix.Gutmann | #4

test stest testg

26.08.2009
17:42
Wahnsinns-Finale beim Area4 mit Faith No More
von JensSKJS2283 | #3

Wahnsinn, dass sind ja mal total neurale Berichte über das Area4. Fakt ist, dass LineUp war relativ schwach und genau deshalb, habe es auch keine Tages-Tickets mehr, denn dann wären die meisten nur am Fr. zu den Toten Hosen gekommen und die anderen zu Faith No More und letztere haben deshalb schon nicht auf das Festival gepasst, weil es das reinste Kinderfestival ist. Durchschnittsalter max. 20 und genauso verhalten die sich auch. Vollgekotzer und total vermüllter Campground und unglaublich viel Alkoholleichen. Da hält man es wirklich nur noch im VIP/Presse-Campground aus. Abgesehen davon, ist es einiges der wenigen Festivals, wo bis jetzt IMMER Änderungen im LineUp gegeben hat, weil es der Veranstalter FKP Scorpio aus Hamburg und vor allem der lokale Veranstalter Schoneberg auf Münster, es absolut nicht drauf haben und alle Medienvertreter die sich auch nur ansatzweise Kritisch zu den Festivals geäußert haben, konsequent ausladen.

24.08.2009
20:42
Wahnsinns-Finale beim Area4 mit Faith No More
von rapidanger | #2

Ich hab mir nur wegen Faith No More die Tickets gekauft. Natürlich ist progressive Rock nicht das gleiche wie massentauglicher Pop von Farin Urlaub, aber da es mir nicht um die Spielchen von Farin ging, sondern um das musikalische Talent von Faith No More war der Headliner optimal :-) Hätte nicht gedacht die jemals Live sehen zu dürfen

24.08.2009
16:26
Wahnsinns-Finale beim Area4 mit Faith No More
von kirabla | #1

Also ich muss für mich persönlich sagen, dass das Farin Urlaub Racing Team einen besseren Abschluss für das Festival gebildet hätte, also Faith No More. Viele Besucher konten sich mit dieser doch recht alten Band nicht identifizieren. Farin Urlaub war in der Lage das gesamte Publikum mit seinen Spielchen mitzureißen und von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Besucher nach dem Auftritt sagten, das Festival sei nun für sie beendet, für sie komme keine weitere Band mehr.
Insgesamt war es aber ein sehr gelungenes Festival =)

Aus dem Ressort
Lieberberg darf sein Festival doch "Rock am Ring" nennen
Rock-Festival
Erfolg für Konzertveranstalter Marek Lieberberg: Der "Rock am Ring"-Macher darf sein Festival auch nach dem Weggang vom Nürburgring weiter so nennen. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz am Freitag entschieden. Wo das Festival im kommenden Jahr stattfindet, steht noch nicht endgültig fest.
Lieberberg darf Titel "Rock am Ring" womöglich doch nutzen
Musikfestival
Neue Hoffnung für "Rock am Ring"? Womöglich darf Veranstalter Marek Lieberberg doch den altbewährten Namen für sein Festival verwenden - auch dann, wenn es nicht mehr am Nürburgring stattfindet. Eine einstweilige Verfügung, die ihm das verbietet, könnte "wegen neuer Erkenntnisse" aufgehoben werden.
Zeltfestival Ruhr: Mieses Wetter, aber tolle Stimmung
Freizeit
Die Macher des Zeltfestivals Ruhr am Kemnader See verzeichneten am Auftakt-Wochenende trotz wenig einladender Temperaturen einen gelungenen Auftakt. Casper und Fettes Brot begeisterten fast 10.000 Fans. Die sonst üblichen Rückstaus auf der Autobahn bleiben überschaubar.
35 .000 Besucher bei Techno-Party Q-Base erwartet
Kultur
In diesem Jahr bereitet sich der Veranstalter auf eine neue Größenordnung vor. Das Ereignis ist fest in niederländischer Hand. Dennoch hat die Gemeinde Weeze mit der Vorbereitung des Techno-Events „Q-Base“ auf dem Flughafen-Eventgelände reichlich zu tun. Ein Kraftakt für Ordnungsamt und Feuerwehr.
Alle Bühnen, alle Termine - das Programm von Essen Original
Essen Original 2014
160 Stunden Musik auf sieben Bühnen in der Essener Innenstadt: Das erwartet die Besucher beim Stadtfestival Essen Original vom 29. bis zum 31. August. Mit dabei sind unter anderem Andreas Kümmert, Phil Fuldner und 2raumwohnung. Hier lesen Sie, welcher Künstler wann genau auf welcher Bühne auftritt.
Umfrage
Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

 
Fotos und Videos
Jamie Cullum begeistert beim Zeltfestival
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Bendzko singt Grönemeyer-Songs
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Fans tanzen mit Parov Stelar Band
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Sportis rocken vorerst zum letzten Mal
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr