Stunk bei Rock am Ring - Veranstalter lösen Camping-Engpass

Lageplan vom Festivalgelände bei Rock am Ring
Lageplan vom Festivalgelände bei Rock am Ring
Foto: Rock am Ring
Was wir bereits wissen
Das erste Rock am Ring in neuer Location - und schon zum Start gab's kurz Ärger. Die vorgesehenen Zeltplätze waren bereits voll - nun gibt's mehr.

Mendig.. Die erste Band steht noch längst nicht auf der Bühne, da gab es schon kurzen Stunk bei der Premiere von Rock am Ring in neuer Location. Per Facebook hatten die Veranstalter am Mittwochabend volle Campingplätze gemeldet - und den Fans Vorwürfe gemacht.

So heißt es dort: "Leider widerspricht die Befüllung der Campingplätze allen bisherigen Erwartungen und unseren Berechnungen." Die Plätze seien "viel zu locker gefüllt", zwischen den Zelten gebe es "sehr viel ungenutzten Raum." Als Beweis posten die Veranstalter zwei Luftbilder dazu. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen seien fünf Quadratmeter pro Person plus Laufwege geplant gewesen - die Planung sei nun über den Haufen geworfen.

Heute früh gab das Management bekannt, dass man zusätzliche 30 Hektar für Zeltplätze bereit stellen könne.

"Besucher als Sündenbock"

Viele Fans waren nach der ersten Ansage auf dem Baum. "Die haben sich einfach verkalkuliert, und jetzt müssen die Besucher als Sündenbock herhalten", mutmaßt Patrick Felsberg bei Facebook.

Andreas Sperling berichtet vom Campingplatz: "Wir können uns schon nicht mehr bewegen." Inzwischen würden selbst im Toiletten-Bereich Zelte stehen. Dennis Wendland bittet die Veranstalter darum, "Monstercampingbauten" doch zu verbieten. Zahlreiche Fans beschweren sich bei Facebook über lange Wege über eine Schotterpiste zwischen Parkplatz und Campingareal.

"Wenn ich das lese, vergeht mir schon die Lust", schreibt Fabian Hartmann. Dennis Steinbinder fragt: "Heißt es dann für uns jetzt Arschkarte und fünf Kilometer zur Bühne laufen? Wie kann das schon mittwochs voll sein?"

Florian Stark stellt resigniert fest: "Es ist einfach nicht das Gleiche. Rock am Ring gehört zum Nürburgring und nirgendswo anders."

Andere Fans beschwichtigen allerdings und mahnen die Kritiker: "Es ist eine Premiere. Aus Fehlern lernt man doch. Gebt dem Ganzen eine faire Chance."

Auch Veranstalter Marek Lieberberg Marek Lieberberg bat das Publikum für die unerwarteten Anlaufschwierigkeiten um Verständnis: „Wichtig ist, dass alle 90.000 helfen, den Umzug des größten deutschen Festivals erfolgreich zu gestalten.“ (kari)