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Pinkpop-Festival: Oranje-Land wird Pink

03.06.2009 | 00:01 Uhr
Pinkpop-Festival: Oranje-Land wird Pink

Landgraaf. Beim Pinkpop-Festival an der deutsch-holländischen Grenze feierten tausende Besucher zu Mando Diao, Keane und Franz Ferdinand. Zur 40. Auflage gab es drei Tage Programm auf drei Bühnen. Eine Überraschung gelang der Ska-Pop-Gruppe Madness, die die Wiese in eine Open-Air-Disco verwandelte.

Oranje-Land wird Pink. Nicht die ganzen Niederlande, sondern ein kleines limburgisches Dorf, wenige Kilometer hinter der deutsch-holländischen Grenze. Mit entsprechenden Hüten, T-Shirts und anderen Accessoires pilgern Jahr für Jahr tausende Musik-Fans zum Pinkpop-Festival nach Landgraaf. Dabei hat der Name eigentlich nichts mit der Farbe zu tun, sondern kommt vom holländischen „Pinksteren” – Pfingsten.

Franz Ferdinand gaben Gas.

Zur 40. Auflage gönnten sich die Organisatoren und die Besucher ein volles Programm mit vielen Stars (Bruce Springsteen, Mando Diao, Placebo, Franz Ferdinand, Keane) und noch mehr Sternchen (Maria Mena, Amy Mac Donald, Katy Perry und Anouk). Vom regionalen Festival hat sich die Veranstaltung längst zur internationalen Party gemausert. Auf drei Bühne wurden drei Tage lang gefeiert.

Mit den düsteren Gesellen von Placebo hatten die Veranstalter würdige Nachfolger für Depeche Mode gefunden. Frontmann Brian Molko röhrte bei untergehender Sonne mit seiner prägnanten Stimme die Hits ins Mikrofon. Die Fans hüpften und tanzten ausgelassen vor der Bühne. Kontrastprogramm gab's indes am Montagabend, als „Snow Patrol” die Bühen betraten und ihre Schmuselieder sangen. Eine echte Überraschung gelang der Ska-Pop-Gruppe „Madness”, die in den 80er Jahren etwa Erfolge mit „Our house” feierten. Mit einer amtlichen Bläser-Sektion und einem gut gelaunten Sänger, wurde die Wiese zur riesigen Open-Air-Disco. Über ihr Versprechen „wir kommen wieder” kann man sich freuen. Der Sound ist nach wie vor beliebt – ihre neue Single stieg direkt auf Platz Eins der britischen Charts ein.

Pink ist die Erkennungsfarbe und macht wohl automatisch fröhlich.

Organisator Jan Smeets ist erleichtert und glücklich über die runde Pinkpop-Geburtstagsausgabe. „Ursprünglich fanden die Konzerte nur am Montag statt. Doch die Leute kamen immer schon einen Tag früher und übernachteten hier. Deshalb haben wir es ausgedehnt”, erklärt Organisator Jan Smeets. Er und seine Kollegen nehmen für sich in Anspruch, dass Festival zu veranstalten, das am längsten ohne eine Unterbrechung veranstaltet wird. Und die 41. Auflage ist bereits in Planung. Die pinkfarbenen Klamotten also nicht zu weit wegräumen!

Alle Festivals im Spezial

Fabienne Piepiora

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