Stille Wasser
16.09.2011 | 14:19 Uhr 2011-09-16T14:19:24+0200Haldern. Die kalifornische Band Waters rockt in der Haldern Pop Bar ab
War das wirklich der Van Pierszalowski, der als Folk-Barde bei Port O’Brien bekannt wurde? Was für ein Wandel! In der Haldern Pop Bar erlebten die über 80 Besucher eine ganz andere Seite des Sängers. Mit seiner neuen Band Waters lebt der Frontmann seine rockige, exzessive Seite aus. Stille Wasser sind also laut. Dem Publikum gefiel das für Bar-Verhältnisse laute, energiegeladene Konzert.
Die neue kalifornische Formation, die durch einen Bassisten, einen Gitarristen und einen Schlagzeuger komplettiert wird, bot gut durchkomponierte Gitarren-Rock-Stücke. Timing und Harmonien stimmten. Von seiner natürlichen Leidensfähigkeit hat Pierszalowski nichts eingebüßt. Wie er seinen Mund zu den O-Lauten verzieht... Keine Frage: Er fühlt, was er singt. Er geht derart in seiner Kunst auf, dass er Raum und wohl auch Zeit vergisst: Auf der kleinen Bühne rockte er derart wild umher, dass er fast seinen Bassisten ins Schlagzeug gedrängt hätte. Da konnte der Zuhörer froh sein, dass das Kuh-Bildnis an der Rückwand, das Ruhe ausstrahlt, Halt gab.
Pierszalowski hatte Haldern noch in guter Erinnerung. Mit Port O’Brien hatte er einen schönen Auftritt beim Festival 2009. Überrascht war er, dass doch relativ viele Besucher am Sonntagabend gar nicht aus Haldern stammten. Ja, die Pop Bar hat Strahlkraft.
Zum Finale griff ein Trick, den sich immer häufiger Bands zu eigen machen. Der Frontmann stellte sich mit der Akustikgitarre mitten in die Bar und lud das Publikum ein den Refrain „Forever, Forever“ lauthals mitzusingen. Ein gelungener Abschluss.
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