Devil Side: Erfolgreicher Einstand mit Stolpersteinen
29.06.2009 | 20:05 Uhr 2009-06-29T20:05:00+0200
Duisburg. Das Devil Side Festival hat seine Prämiere überstanden. Geschätzte 10.000 Zuschauer haben im Landschaftspark Duisburg Motörhead, 20 weitere Bands und sich selbst gefeiert. Trotz organisatorischer Schwierigkeiten war es ein erfolgreicher Einstand für das Festival.
Innerhalb kurzer Zeit ist ein Festival auf die Beine gestellte worden, das Gutes für die Zukunft verspricht. Das Gelände im Landschaftspark hat sich als passend erwiesen, überhaupt war der Rock-Sound vor der Kulisse der Industrieruinen ein imposantes Schauspiel - zumal das Wetter optimal mitspielte.
Es lief noch nicht alles rund. Der Besucherandrang war groß. So gab es etwa lange Wartezeiten an den Bierständen. Das eigentlich erfreulich gute Wetter sorgte natürlich für entsprechend viele durstige Kehlen. Das Personal war dabei offensichtlich hoffnungslos überlastet. Vielfach wurde bemängelt, dass die Zuschauer das Gelände nicht verlassen durften, sobald sie einmal innerhalb der Absperrungen waren. Der Grund dafür war, dass keine Bändchen ausgeteilt wurden, die belegten, dass man sein Ticket bereits eingelöst hatte.
Keine Abstriche gab es hingegen beim Wesentlichen. Der Musik. Das hochkarätige Line-Up bot eine gute Mischung, am Sound gab es nichts auszusetzen. Nur der kurze Abstand zwischen den Spielzeiten der Bands ließ ein wenig Hektik unter den Zuschauern aufkommen, die versuchten möglichst wenig zu verpassen. Sobald auf der einen Bühne der letzte Ton verklungen war, ging's auf der gegenüberliegenden Seite schon wieder los. Atemloser Rock'n'Roll, von morgens bis abends.
Das Festival verlief zum größten Teil friedlich. erfahrene Besucher von Rock- oder Metal-Festivals wissen, dass sich die Menschen auf solchen Veransteltungen in der Regel zu benehmen wissen. 61 Menschen, hat die Polizei ausgerechnet, mussten alkoholbedingt ärztlich behandelt werden.
Unter den Zuschauern war neben der Begeisterung für dieses neue Festival in Duisburg auch Kritik an der schlechten Getränke-Versorgung und weiteren kleinen organisatorischen Tücken zu hören. Hier sind einige Stimmen der Besucher:
"Ich finde die Musik super. Aber ich habe gerade eine dreiviertel Stunde für ein Bier angestanden. Da waren dann die Ein-Liter-Gläser leer, das ist natürlich so eine Sache. Da kann man ein bißchen mehr tun im nächsten Jahr. Außerdem wären Bändchen super, damit man mal raus und wieder rein kann. Aber da kann man auch drüber hinweg sehen" (Gil aus Köln)
"Ich darf noch nicht einmal zu meinem Auto und mir Wasser holen. Das geht gar nicht." (Daniel aus Siegen)
"Die Location ist super. Ich hätte es mir allerdings voller vorgestellt." (Tobi aus Essen)
"Es könnten mehr Bierstände da sein. Aber ich glaube das sind noch die Jungfrauenkrankheiten des Festivals" (Patrick aus Mühlheim an der Ruhr)
"Man sollte Bändchen einführen und das Pfand auf diese billigen Becher abschaffen, ansonsten von den Bands und der Location her ist alles super." (Simon aus Anholt im Kreis Borken)
"Ich find das Devil Side gut, ich hätte mir nur mehr Metal gewünscht. Beim Bier verteilen ist aber wohl was schief gelaufen. Außerdem hätte man Wasser zu Verfügung stellen sollen." (Tim aus Wesel)
10:11
Kann mich den Bemerkungen der Vortexter nur anschließen. Aber auch die Bierstände, die mit 5 oder mehr Personen besetzt waren, kamen mit dem Ansturm nicht zurecht, da einige der Bierstandbesatzungen ihre Tätigkeit eher als Schaulaufen und nicht als Dienstleistung interpretiert haben. Zusätzlich war z.B. ein Bierstand zwischenzeitig über 1,5 Stunden fast Getränkelos, kein Bier, keine Cola, keine Fanta etc. Und die 1 Literbecher waren aus meiner Sicht ein Eigentor. Wenn ein Gast 3 oder 4 Liter bestellt hat, dann blockierte das einen Zapfer für mehrere Minuten. Da sollte man lieber nur 0,3 und maximal 0,5 Liter anbieten.
09:23
musikalisch wars klasse! auch der sound war überwiegend sehr gut. aber die organisation war schlicht ein witz, leider kein guter! ich hätte noch über vieles hinwegsehen können, wenn man wenigstens das gelände hätte verlassen dürfen! grade wenn mal 2 oder 3 bands hintereinander spielten, die man sich nun nicht unbedingt geben wollte! aber so war man dazu verdammt irgendwo im rinnstein rumzuhocken und kraneberger aus dem hydranten zu trinken, weil die getränkebuden einfach unfassbar schlecht organsiert waren. einmal habe ich einen einsamen typen dadrin gesehen, der alles allein schmeissen sollte. aber dafür ein aufgebot an security, dass man sich an den ausgängen fühlte wie früher am DDR grenzübergang. die hälfte der securities hätte vielleicht mal zum zapfen abkommandiert werden sollen bzw. zum nachschub holen... aber wie gesagt, mit aus- und wiedereinlaß hätte sich dieses problem schon relativiert. da muss unbedingt was geändert werden! ansonsten sieht man mich dort nicht wieder!
06:01
ich denke, die Anwohner werden ganz dankbar gewesen sein, dass es keine Bändchen gab. Es haben so schon genug Deppen ihren Dreck in die Gegend geschmissen und in die Vorgärten gepinkelt. Wenn alle bei jeder Band die sie nicht interessiert rausgerannt wären, wäre das sicher noch schlimmer geworden.
Die schlechte Organisation des Getränkeverkaufs war allerdings wirklich ärgerlich und das Personal wohl eher auf laue Discoabend als auf Festivalansturm eigestellt. Aber ansonsten war es doch echt nett und die Leute gut drauf.
22:32
Wie rechnet man die Anzahl der alkoholbedingten ärtzlichen Behandlungen aus? In der PM der Polizei ist auch von meist alkoholbedingt die Rede, aber so ein kleines Wörtchen... (http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/50510/1431351/polizei_duisburg)