Die Urgewalt von New Orleans' Superstimme
14.04.2010 | 12:37 Uhr 2010-04-14T12:37:00+0200
Köln. Stimmgewalt pur. Gleich mit dem ersten Ton erreicht Ledisi ihr Publikum. Von der ersten Note an fesselt sie ihr Publikum im Kölner Stadtgarten, reißt die kleine Fangemeinde mit. Ledisi Anibade Young braucht keine Zeit, um warmzulaufen. Ihr Motor läuft von Beginn an auf Höchstgeschwindigkeit.
Mit vier Grammy-Nominierungen im Gepäck präsentiert New Orleans Superstimme Ledisi ihr neues Album „Turn Me Loose“. Und das in Deutschland nur bei zwei Konzerten, am Dienstagabend in Köln, am Mittwoch noch in Berlin. Dann geht's weiter in Richtung britischer Insel.
Markenzeichen: die unvergleichliche Stimme
Ihr Markenzeichen ist ihre unvergleichliche Stimme. Kraftstrotzend, Höhen und Tiefen gleichermaßen meisternd. Sie powert ins Mikrofon ohne zu schreien, fleht, gluckst. Die Besucher vor der Bühne gehen begeistert mit, lassen sich anstecken von der Lebenslust und der gewaltigen Energie der US-Amerikanerin. Die fegt auf riesighohen Pfennigabsätzen über die Bühne, animiert das Publikum zum Tanzen und Klatschen.
In ihren Songs vermischt sie Soul mit Blues, streut hier und da leichte HipHop-Elemente ein - das mit fetten Bässen, vielen Keyboard-Elementen und trockenen Drums. Aber über der Musik liegt ihre ausdrucksstarke Stimme. Nicht nachzuvollziehen, dass ihr der ganz große Coup in ihrem Heimatland noch nicht gelungen ist.
Nur wenige Balladen
Hier und da gönnt sie den Fans eine Pause streut eine der wenigen Balladen („Goin Thru Changes”) ein. Um dann wieder im nächsten Moment richtig Gas zu geben. Ein Höhepunkt ihr „Today”, in dem sie ihre Stimme richtig loslässt und auch der Band für Soli viel Spielraum lässt.
Nach den 90 Minuten kann man die US-Präsidentengattin Michelle Obama verstehen, die gesagt hat: „Ich mag diese junge Sängerin Ledisi. Sie hat eine wirklich großartige Stimme.”
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