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Beyoncé in Oberhausen

18.05.2009 | 08:02 Uhr
Beyoncé in Oberhausen

Oberhausen. Beyoncé Knowles ist keine Künstlerin der leisen Töne. Stillstand unmöglich - Die ehemalige Destiny's Child-Sängerin lässt daran bei ihrem Ausflug in die König-Pilsener-Arena nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen.

Beyoncé im Licht der Scheinwerfer. (c) AP

Totale Reiz-Überflutung von den ersten bebenden Beats an - Stillstand unmöglich! Aber das ist an diesem Abend Schicksal. 9000 Fans sind geblendet. Die Scheinwerfer schweben wie Raumschiffe über der Bühne. Die Band spielt auf Stelzen über der Protagonistin. Und Beyoncé kämpft sich gegen künstliche Windmaschinen zum Bühnenrand. Ein Augenaufschlag, ein Schritt voraus, ein Fingerzeig. Die Stimmung ist ohrenbetäubend. Flott, modern - an den Grenzen der Perfektion inszeniert. Protz-Blitz! Beyoncé überlässt in ihrer Show kaum etwas dem Zufall. Alles steht im Drehbuch, alles ist geplant. Aber dennoch: Der Schwung der Dynamik spült mit. Die Fans werden eingefangen von einer intensiven Ausstrahlung und tun das, was unvermeintlich erscheint: sie bewegt sich. Tanz auf den Rängen. Tanz auf der Bühne. Für Animation wird gesorgt. Eine Armada an Tänzerinnen und Tänzern begleiten die Texanerin bei ihren Songs.

Und bei all den intensiven Bewegungen scheint die Temperatur in der Halle von allein zu steigen. Doch damit hat Beyoncé samt Tanzgruppe kein Problem. Die Klamotten sind knapp und luftig. Und damit spielt die Sängerin ganz bewusst. Im Gleichschritt geht es immer wieder an die Bühnenränder, wo eine Handvoll Fans noch vor dem ersten Wellenbrecher zum Jubeln abgestellt sind. Überhaupt ist das Konzert eine eher stürmische Angelegenheit. Papierschnitzel fliegen zeitlich abgestimmt im Scheinwerferlicht vor Beyoncés Füße. Die Sängerin kniet im Lichtkegel. In den Umbaupausen, die Tanzeinlagen verkürzen, werden die Schnipsel eilig von Helfern mit Laubfegemaschinen entsorgt. Luftholen in einem Konzert irgendwo zwischen Hochglanz und Baumarkt.

Ein Flirt mit Obama

Und musikalisch? Beyoncé zeigt sich bestens bei Stimme. Und geizt nicht mit Hits. „If I were a boy”, „Crazy in love” oder „Single Ladies”. Die Palette an Mitsing-Nummern ist breit. Wenn die Zeit nicht reicht, wird Liedgut im Schnelldurchlauf angestimmt: Das sind häufig Destiny's Child-Klamotten.

Beyoncé wechselt ihre Garderobe im Akkord. Vom engelsgleichen Hauch in Weiß bis zum Amazonen-Red-Sonja-Kampfanzug. Ein Video-Flirt mit Präsident Obama. Mitschnitte aus der eigenen talentierten Kindheit. Ein Freiflug am Seil gesichert über den Köpfen der Fans. Das gelungene rund zweistündige Konzert erhält seine großen Momente durch die außergewöhnliche Dynamik. Und so posiert Beyoncé in den letzten Sekunden des Konzerts erneut vor der Windanlage. Hoffentlich wird sie sich nicht erkälten.

Dirk Hein

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Kommentare
19.05.2009
18:54
Beyoncé in Oberhausen
von 848 | #4

Rocks dead

18.05.2009
22:27
Beyoncé in Oberhausen
von SuperGrooby1980 | #3

Ja so ist die WAZ. Solche Bands die auch noch was bieten für Ihre Fans 2,5 oder 3 h live spielen auch wie RUSH 2007 in oberhausen. Kein Wort darüber . Selbst bekannte bands wie Metallica usw. ganz schlimm. WAZ ist und bleibt ne OPA Zeitung.
Rockmusik Hardn Heavy Musik wird immer mehr Totgeschwiegen in der Parteizeitung WAZ

18.05.2009
16:08
Beyoncé in Oberhausen
von Nobbis | #2

... und kein Bericht über AC/DC gestern in der Arena auf Schalke.
Eines der geilsten Konzerte die ich je gesehen habe.!!!!!!!

Aber son megamist wie Beyoncè, da schreibt ihr drüber. Einfach lächerlich!!!

18.05.2009
13:18
Beyoncé in Oberhausen
von shitkicker | #1

war von der lokalredaktion niemand bei METALLICA?
zu hart für die schreiberlinge? get a life, gomer!

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