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Rezension

30 Seconds to Mars und der Weihnachtsnepp

10.12.2010 | 16:02 Uhr
30 Seconds to Mars und der Weihnachtsnepp
30 Seconds to Mars: Tomo Milicevic, Shannon Leto und Jared Leto (v. links) Foto: AP Photo/Chris Pizzello

Essen. 30 Seconds to Mars ist ohne Zweifel die Band des Jahres 2010. Auf ihrer „Into The Wild“-Tour hat sich die Band einen Ruf als exzellente Liveband erspielt. Pünktlich zum Fest steht nun die Luxusedition des Albums „This is war“ in den Läden.

2010 war ein verdammt gutes Jahr für 30 Seconds to Mars. In 27 Ländern haben sie vor insgesamt 1,5 Millionen Fans gespielt und nebenbei 3,5 Millionen Alben verkauft. Pünktlich zum Fest bringen Jared Leto und seine Mannen nun eine Deluxe-Version ihres Erfolgsalbums „This is War“ auf den Markt. Und die Plattenfirma verkündet stolz, dass CD und DVD „dem weltweiten Siegeszug der Band Rechnung“ tragen.

Rein optisch macht die Luxusausstattung wirklich etwas her. Weniger ist in diesem Fall wirklich mehr, denn während das Albumcover der Vorgängerversion (wahlweise mit einem brüllenden Tiger oder einer Collage aus Fanporträts) unangenehm bunt und überfrachtet wirkte, sind hier ganz puristisch der Bandname und der Albumtitel zu sehen. Das wirkt sehr schlicht, ist aber auch sehr schön.

Das Design ist erstklassig, der Inhalt leider nicht.

Leider überzeugt der eigentliche Inhalt des Pakets nicht annährend so, wie die Design. Wer bereits das Album „This is war“ besitzt, wird vom Audioteil der Sonderausgabe enttäuscht sein. Ein kurzer Blick auf die Tracklist zeigt, dass neben den bereits bekannten Songs nur drei neue Lieder den Weg auf den Tonträger gefunden haben. Zur wirklich grandiosen Coverversionen von Lady Gagas Hit „Bad Romance“ gesellt sich eine Interpretation des Kanye West Songs „Stronger“.

Live eine Wucht. Foto: AP Photo/Angel Navarrete

Auch beim dritten Extratitel hatte besagter Herr West die Finger mit im Spiel, denn auf der alternativen Version des Liedes Hurricane steuert er einen Rappart bei. Der Fairness halber muss man aber sagen, dass Wests autogetunte Stimme dem Song wirklich gut tut.

Üppige Ausstattung, aber wenig Neues

Zwar macht es richtig Spaß das Album noch einmal anzuhören, aber für einen Fan gibt es hier nichts wirklich Neues zu entdecken. Wer einen Internetanschluß besitzt und den Weg zu den einschlägigen Videoplattformen kennt, hat die Bonustracks bereits vor einiger Zeit entdeckt.

Ähnlich enttäuschend ist leider auch die DVD. Diese Disk ist mit den Videoclips der Singels „Closer To The Edge“ und „Kings and Queens“, dazugehörigen Making-of und Promotionclips zwar üppig ausgestattet, aber auch das hat ein wirklicher Fan bereits alles gesehen.

Das Fazit ist insgesamt enttäuschend, denn eine wirkliche Deluxe-Edition hält man hier nicht in den Händen. Im besten Fall eine ordentliche Werkschau des letzten Jahres.

Miriam Lessmann

Kommentare
11.12.2010
14:52
30 Seconds to Mars und der Weihnachtsnepp
von pe | #1

Dass jeder (Fan!), der einen Internetanschluss besitzt, das Bonusmaterial bereits gehört und gesehen hat, ist richtig. Aber allein Stronger endlich in...
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30 Seconds to Mars und der Weihnachtsnepp
30 Seconds to Mars und der Weihnachtsnepp
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http://www.derwesten.de/kultur/musik/30-seconds-to-mars-und-der-weihnachtsnepp-id4044577.html
2010-12-10 16:02
Musik