Musik-Maloche im Takt der Kellen und Maschinen

Melodisches Malochen: Proben zur "Symphonie der Arbeit" im Consol Theater.
Melodisches Malochen: Proben zur "Symphonie der Arbeit" im Consol Theater.
Foto: Joachim Kleine-Büning
Was wir bereits wissen
Gelsenkirchens Consol-Theater lässt mit Laien und Profis eine „Symphonie der Arbeit“ ertönen - zu hören auch während der „Extraschicht“ am Wochenende.

Gelsenkirchen.. „Was wäre, wenn Ar­beit Musik wäre?“ An einer Antwort versucht sich diesen Freitag das Consol-Theater. Noch darf man spekulieren, was dem Komponisten Michael Gees, dem Regie- und Musikerteam und über 50 Akteuren von 11 bis 84 Jahren „von der Stirne heiß“ fließt. Wird es ein Pizzicato von Schweißperlen, das Stampfen des Dampfhammers, die Stille hinter der Denkerstirn eines Ingenieurs? Moments musicaux der Maloche? Immerhin Schreibmaschinen hörten wir in schöner Alltags-Percussion bei den Proben klappern.

Von der Suppenkelle bis zum Rechenschieber

Berufswelt gestern und heute, ein Druck, der nicht nur durch Pressluft sondern auch durch fiese Chefs entsteht, Requisiten von der Suppenkelle bis zum Rechenschieber: Sie werden mit diesem Projekt in einen ganz eigenen Klang- und Theaterkosmos führen. Ein Jahr haben sie geprobt für das, was der Untertitel „eine Zukunftsvision“ nennt: Profis, wie der Pianist Michael Gees, der Montag noch Christoph Pregardien bei der „Winterreise“ in London begleitete, aber auch ganz ungekünstelte Gelsenkirchener. Auch sie sind die Basis jener viersätzigen Symphonie, die – wie durch Jahreszeiten – durch alle Stationen des Berufslebens geht, von den Anfängen bis zum Ruhestand.

Die große Premiere ist diesen Freitag, 18 Uhr. Bei der revierweiten „Extraschicht“ am kommenden Samstag werden die Klänge dieses Experiments von 18.30 Uhr bis 22.30 Uhr gleich fünf Mal dem Publikum zu Ohren kommen. (eli/LvG)