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Klimapolitik

Moralin in verträglicher Dosis - Al Gores neues Klima-Buch

24.11.2009 | 07:27 Uhr
Moralin in verträglicher Dosis - Al Gores neues Klima-Buch

Essen. Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Al Gore behauptet in seinem neuen Buch über die Klimakatastrophe: "Wir haben die Wahl" und bringt den Amerikanern die Energiewende näher.

Tue Gutes und rede darüber. Kaum jemand hat das so verinnerlicht wie der frühere US-Vizepräsident Al Gore, der den Menschen das Umweltproblem der globalen Erwärmung erklärt. 2007 erhielt er dafür eine Hälfte des Friedensnobelpreises. Seine Kritiker werfen ihm vor, mit der Klimakatastrophe Kasse zu machen.

In Deutschland erscheint nun, kurz vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen, Al Gores zweites Buch über die globale Klimakrise. „Wir haben die Wahl” heißt es – ein so pathetischer wie banaler Titel, der da vor dem wohl unvermeidlichen Abbild einer Erdkugel schwebt. Es ist ein Sachbuch, über 400 Seiten dick, mit schönen Farbfotos und Grafiken. Ein Plädoyer für Energiewende und neue Lebensstile.

Eigentlich, und das ist schade, ist das Buch eher an die amerikanische Leserschaft adressiert. Dazu muss man wissen, dass die USA im Jahr eins von Barack Obama erbittert um die ersten ambitionierten Klimaschutzgesetze in der Geschichte ringen. Der durchschnittliche US-Bürger, der immer noch einen geländegängigen Truck dem japanischen Hybridauto vorzieht, weiß wenig von Klimaproblem und alternativen Energien.

Bibel und Sinnsprüche

Und so doziert Gore über die Funktionsweise von Windturbinen und Fotovoltaik-Modulen. Für ihn sind das „Lösungswege aus der schwierigsten Krise der Menschheit”. In Deutschland ist die Technik nichts Besonderes mehr, dort ist man Jahre weiter.

Typisch Gore sind auch die vielen Bibelzitate und Sinnsprüche, die sich durchs Buch ziehen. Tiefgläubig (und als Appell an die konservativen Kräfte in den USA) mahnt er, die Schöpfung zu bewahren. „Gott ist unser Zeuge, wir haben Fehler gemacht”, entschuldigt er sich zum Schluss bei der künftigen Generation.

Schon im ersten Buch hatten wir Klimasünder da ein ziemlich schlechtes Gefühl. Diesmal aber hält sich die Moralpredigt in Grenzen, was das Buch lesenswert macht. Gore spricht von Chancen, von Erkenntnis, von ermutigenden Entwicklungen und davon, wieviel Einfluss die Klimaskeptiker in den USA haben.

Al Gore: Wir haben die Wahl - Ein Plan zur Lösung der Klimakrise, Riemann Verlag, 426 S., 21,95 Euro

Jürgen Polzin

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Kommentare
24.11.2009
13:40
Moralin in verträglicher Dosis - Al Gores neues Klima-Buch
von Klimarealist | #2

das Umweltproblem der globalen Erwärmung??

Sinnvoller Umweltschutz hat NICHTS mit der Abzockerideologie Klimaschutz zu tun.

FAKTEN: Seit 1998 gibt es keine Erderwärmung, seit 2003 wird es ZUNEHMEND kälter!
Das mußten selbst die nunmehr überführten Hadley-Klima-Fälscher und Klimaintriganten zugeben.

Der wahre Klimaschutz:

... der eigentliche Grund für die Anhörung von Al Gore im Kongress. Es sollte die Frage der Kosten für den globalen Handel mit CO2-Zertifikaten untersucht werden sowie geklärt werden, inwieweit Al Gore persönlich von diesem Handel profitiert.
Schließlich ist er mit seiner Firma Generation Investment Management einer der großen Gewinner des Geschäftes mit den „Verschmutzungsrechten“. Diese Aktivitäten haben dem Träger des Friedensnobelpreises bislang etwa 100 Millionen Dollar eingebracht. In Anbetracht der geplanten weiteren Ausweitung des „Handels mit heißer Luft“ ist Al Gore wohl auf dem besten Weg, der erste CO2-Milliardär zu werden. ...

http://www.readers-edition.de/2009/05/19/klimawandel-neues-aus-dem-kuriositaetenkabinett/

24.11.2009
10:35
Moralin in verträglicher Dosis - Al Gores neues Klima-Buch
von vantast | #1

Moralpredigt? Keine Sorge, die Leute kümmern sich nicht um das Klima, wir sollten alle Hoffnung fahren lassen. Ein Aufhalten der Apokalypse geht nur mit Veränderungen auf allen Gebieten, sogar bei der Ernährung, aber die Leute sind nicht bereit dazu. Sie wollen ihr Schnitzel, egal, was es andere kostet.

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