„Mein Baby gehört zu mir!“
31.08.2011 | 18:00 Uhr 2011-08-31T18:00:00+0200
Von der Leinwand auf die Bühne: „Dirty Dancing“ versetzt Oberhausen ab Oktober ins Mambo-Fieber.
Am 2. September endet in Oberhausen die Ägide der singenden Hexen – dann fällt im Metronom Theater zum letzten Mal der Vorhang für den Publikumshit „Wicked – die Hexen von Oz“. Die nächste Erfolgsstory haben die Hausherren von Stage Entertainment freilich bereits fest eingeplant. Wenn die Spielstätte am Shopping-Tempel CentrO ab dem 19.10. nicht mehr in Grün, sondern in grellem Pink erstrahlt, locken die Macher das Musical-Publikum mit der Bühnenversion des Filmklassikers „Dirty Dancing“ an den Ticket-Schalter.
Wofür sie dort Eintritt bezahlen, ist freilich gar kein Musical, sondern schlicht genau das: ein Filmklassiker im Bühnenformat. Oder – wie es ganz offiziell im Untertitel heißt – „Das Original live on Stage“. Geboten wird eine Musik- und Tanzshow, bei der die Hauptdarsteller nicht selber singen (dafür gibt’s Gesangssolisten), sondern sich ganz aufs Tanzen und die romantische Handlung konzentrieren können. Dem Erfolg des Stücks dürfte dies keinen Abbruch tun, schließlich gastierte die Produktion mit ansehnlichen Besucherzahlen bereits in Hamburg und Berlin. Schaut man auf die Erfolgsgeschichte des Film aus dem Jahr 1987, erklärt sich das „Dirty Dancing“-Revival auf der Bühne. Allein in Deutschland sahen die Leinwand-Liebesgeschichte zwischen Backfisch „Baby“ und Tanzlehrer Johnny acht Millionen Kinobesucher, der Soundtrack verkaufte sich weltweit rund 44 Millionen Mal.
Wenn der Kult um Mambotanz und Herzschmerz nun seinen zweiten Frühling erlebt, hat sich der nostalgische Reiz im Vergleich zum Filmstart glatt verdoppelt. Während die Kinobesucher einst nur in die 60er Jahre zurückversetzt wurden, reist man heute zudem akustisch in die 80er: Neben zahlreichen Oldies aus den Sixties („Hey Baby“, „Do You Love Me“ etc.) erklingen in der Bühnenversion natürlich auch die vor knapp 25 Jahren für den Film geschriebenen Popnummern im Sound der Zeit. Dazu zählt nicht zuletzt das mit Oscar und Grammy ausgezeichnete Duett „(I’ve Had) The Time Of My Life“, das beim großen Finale erklingt.
Bei der „Dirty Dancing“-Premiere in Oberhausen bringen zumindest die Hauptdarsteller reichlich Routine mit: Die Waltroperin Jenny Bach und der Ungar Dániel Rákász schlüpften bereits in Berlin in die Rollen von Baby und Johnny.
Dem Vernehmen nach hat „Dirty Dancing“-Produzentin Eleanor Bergstein das Engagement des Duos hocherfreut: „Jenny und Daniel sind meine Wunschkandidaten“, kommentierte die Amerikanerin, die das Drehbuch zum Kult-Film in den 80er Jahren nach eigenen Jugend-Erfahrungen verfasste. Für die Bühnenfassung des Blockbusters spendiert sie einige neue Szenen, bemühte sich, den Figuren mehr Tiefe zu geben.
Und auch in weiterer Hinsicht bietet das „Das Original live on Stage“ seinem Publikum einen Mehrwert: „Mehr Hit-Songs und noch heißere Tänze“ verspricht Stage Entertainment im Vorfeld des Oberhausener Gastspiels. Schließlich soll „Dirty Dancing“ das Publikum im Musical-Tempel am CentrO restlos begeistern – auch wenn es eigentlich gar kein Musical ist...
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Ich freu mich drauf. Will ich hin, nein falsch MUSS ich hin... Ich bin ein Megafan des Films und kenne ihn in- und auswendig. Wer wäre nicht gern ich die Rolle der Francis Housman geschlüpft?