Mehr als Jazz: Moers-Festival spannt weiten Bogen

Moers..  Viel Abwechslung für die Ohren zu Pfingsten: Reiner Michalke, Chef des Moers Festivals, spannt einen weiten Bogen von anspruchsvollen Klangcollagen mit „The Nest“ bis zu Tanzmusik von „The Jones Family Singers“, bei denen der Gospel-Bischof die Bühne rockt – Party pur am Freitagabend.

„Pulverize the Sound“ zermahlen beinahe jede Melodie, „The Baylor Project“ mit der wunderbar sanftstimmigen Jean Baylor umschmust dafür die Seele. Mit dem Finnen Mikko Innanen swingt es, die Französin Eve Risser entführt besinnlich in die Weiten des Grand Canyon. Und dann gibt es noch „The Night“ von Sonntag auf Montag mit tanzbarem Elektro-Pop.

Im Fokus des Festivals stehen die Saxofonisten. Wegen des Improvisers in Residence Hayden Chisholm und wegen des namhaften und Colin Stetson. Der Saxofonist stellt an jedem Festivaltag ein neues Projekt vor: im Duo mit der Violinistin Sarah Neufeldt, im Trio mit dem Bassisten Trevor Dunn und dem Schlagzeuger Greg Fox, mit einer Big Band und einer Hommage an den polnischen Komponisten Henryk Gorecki und am Montag solo. Wer hören will, welche Geräusche ein Saxofon von sich geben kann – der sollte hingehen!

Den Schlusspunkt des Festivals setzt Bassekou Kouyaté. Vor zwei Jahren war der Mann aus Mali mit Frau und Söhnen als Vorgruppe von Fred Kellner zu hören. „Damals hatten wir ihn etwas unter Wert verkauft,“ gesteht Reiner Michalke – auf ein Neues also!

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